Bio das weiter geht - auch bei der Verpackung

Nachhaltigkeit spielt bei Zurück zum Ursprung nicht nur bei der Produktherstellung, sondern auch bei der Verpackung eine wichtige Rolle. Deshalb beschäftigt sich die HOFER KG und die Marke Zurück zum Ursprung seit geraumer Zeit mit der Herausforderung, wie Verpackungsmaterialien der Zukunft aussehen werden und wie diese Aufgabe nachhaltig gelöst werden kann.

Der Ersatz von Plastik gestaltet sich sehr kompliziert, denn viele Alternativen sind "Schein-Lösungen", die wir ablehnen. Beispielsweise sind sie meist in der Herstellung weitaus energieintensiver, und würden somit im Vergleich zu einer Plastikverpackung den CO2-Ausstoß stark erhöhen.
Oftmals stammen die Rohstoffe für die Verpackung von gentechnisch veränderten Pflanzen oder können als Lebensmittel dienen (z.B. Stärke). Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung ist dies für uns nicht vertretbar. Zusätzlich müssten bei erhöhter Nachfrage weitere Ackerflächen erschlossen werden, wozu Wald gerodet oder Grünland umgebrochen würde. Das ist einerseits klimaschädlich und andererseits gefährdet es die Biodiversität.
Selbst das totale Weglassen der Verpackung ist nicht immer die nachhaltigste Lösung, denn im Produkt stecken etwa 10 Mal so viele Ressourcen, wie in der Verpackung. Schützt die Verpackung vor Lebensmittelabfall, spart sie auch Ressourcen.
Daher gehen unsere Bestrebungen primär in Richtung Verpackungsreduktion und den Einsatz von kompostierbaren Materialien, die nicht aus Lebensmitteln hergestellt werden. Dadurch ersparen wir der Umwelt jährlich ungefähr 200 Tonnen Plastikmüll.

Gemüse nachhaltig verpackt oder unverpackt

Viele der knackig-frischen Gemüsesorten von Zurück zum Ursprung sind in einer biologisch abbaubaren Zellulosefolie verpackt beziehungsweise unverpackt. Die Zellulosefolie wird aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz hergestellt, ist gentechnikfrei und klimaschonend. Das Holz, das zu einer Art Brei aufbereitet wird, dient als Basis für die Herstellung der Zellulosefolie. Es stammt aus zertifizierter Produktion des unabhängigen und gemeinnützigen Forest Stewardship Council (FSC).

Das FSC-System wurde zur Sicherung der nachhaltigen Waldnutzung gegründet und beinhaltet die Wahrung und auch Verbesserung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Funktionen der Forstbetriebe. Neben dem Naturschutz im Wald, mit besonderer Rücksicht auf gefährdete Tier- und Pflanzenarten, wird ebenso auf soziale Faktoren wie lokale Arbeitskräfte Wert gelegt.

Die Zellulosefolie von Zurück zum Ursprung schont fossile Ressourcen entlang der gesamten Produktionskette – von der Herstellung über die Nutzung bis hin zur Entsorgung.
Doch wie wird die Zellulosefolie eigentlich entsorgt? Das geschieht am besten über den Plastikmüll (gelbe Tonne, gelber Sack), bzw. wenn in Ihrer Region nicht vorhanden über den Restmüll. In der Bio-Tonne ist es leider nicht sinnvoll, da die automatischen Sortiermaschinen Folien, gleich ob aus Zellulose oder Plastik, aussortieren. Auch der hauseigene Kompost ist nicht ratsam, denn dort entwickelt sich zu wenig Hitze und die Folie würde nicht ordentlich verrotten. Unter optimalen Bedingungen hingegen baut sich die Zellulosefolie innerhalb von wenigen Wochen ab. Und das wunderbare daran ist, dass dabei nur jene Menge an CO2 freigesetzt wird, die die Bäume während ihres Wachstums aufgenommen haben.

Bei den Zurück zu Ursprung Erdäpfeln, Zwiebeln und unserem Wintergemüse kommt ein Zellulosenetz zum Einsatz. Das Besondere am Zellulosenetz ist das natürliche Ausgangsmaterial Buchenholz, welches ausschließlich aus Mitteleuropa, vorwiegend aus Österreich (Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich) stammt. Verwendet wird hierfür Durchforstungsholz, also jenes Holz das bei der Auslichtung von Wäldern anfällt und für eine anderswertige Weiterverarbeitung wie z.B. Möbel nicht geeignet ist. Für die Produktion der Netze wird das Buchenholz zu Holzschnitzeln verarbeitet, welche anschließend zu Zellstofffasern und Garnen verarbeitet werden, die für die Herstellung der Netze zum Einsatz kommen. Die Entsorgung erfolgt ebenso wie bei der Zellulosefolie.

Die Verpackung von diversen Gemüseprodukten wie etwa Suppengemüse und Porree wurde bereits 2012 von Styroportassen auf Kartontassen umgestellt.

Diverses Gemüse wie Feldgurke, Zucchini, Chinakohl, Radieschen... wird unverpackt angeboten.

"eggbox" – Die nachhaltige Verpackung

Die Eier von Zurück zum Ursprung gibt es in einer innovativen Verpackung – der „eggbox“. Darin sind die Eier nicht nur optimal vor Bruch geschützt, auch die Entnahmemöglichkeit ist im Gegensatz zu anderen hochwandigen Verpackungen einfacher. Die „eggbox“  besteht zum überwiegenden Teil aus Wellpappe und auch das Innenleben dieser Eierschachtel besteht aus Karton. Beide Bestandteile sind nahezu vollständig aus Recyclingfasern gefertigt.

Natürlich wäre die „eggbox" auch kompostierbar, aufgrund der Faserlänge ist die Zufuhr zur Papier-Wiederverwendung jedoch viel sinnvoller. Bei der Produktion der „eggbox" wird besonderes Augenmerk auf den schonenden Umgang mit Ressourcen und die Kraft aus regenerativen Quellen zur Stromgewinnung gelegt und beim Bedrucken werden mineralölfreie Druckfarben eingesetzt.

Die Zurück zum Ursprung „eggbox“ wurde für den Österreichischen Staatspreis für vorbildliche Verpackung 2012 nominiert, und ist einer der Gewinner des WorldStar Packaging Awards 2013.

Nudeln in Papier

Die dauergelisteten Zurück zum Ursprung Nudeln werden seit März 2019 in Papier verpackt. Für die CO2-neutrale Erzeugung wird Fichtenholz aus aktiver und regenerativer Forstwirtschaft verwendet.

Papier für Brot und Gebäck

Auch im Bereich von Brot und Gebäck sind wir stets darum bemüht, unsere Verpackungen zu optimieren und so klimaschonend wie möglich zu gestalten. Daher finden Sie einige unsere Brote seit 2013 bereits im Papiersackerl im Regal. Die Produkte aus der Backbox sind gar nicht verpackt.

Weniger ist mehr - Plastikreduktion

Um auch bei unseren Milchprodukten eine erhebliche Reduktion an Kunststoff zu erzielen, haben wir mit Mai 2019 den zusätzlichen Plastikdeckel abgeschafft. Joghurtbecher, Frischkäse und Hüttenkäse werden seitdem ohne den nicht recyclingfähigen Deckel ausgeliefert. Weiters konnte eine Menge Plastik durch eine Kartonummantelung der Becher erzielt werden. Die Innenseite des Kartonmantels hält zudem interessante Informationen für Sie bereit!

Auch bei den Mineralwasserflaschen wurde die Materialdicke reduziert. Und durch die Umstellung der Steak-Tasse auf beschichteten Karton wird ca. 70% Plastik eingespart. Mit einem Handgriff lässt sich die Beschichtung abtrennen und der Karton im Papiermüll entsorgen.

Warum werden Bio-Produkte überhaupt verpackt?

Dass Bio-Produkte verpackt werden, hat mehrere Gründe. Neben den Aspekten der Hygiene, Haltbarkeit und Lichtschutz kommt gerade beim Verkauf von Bio-Obst und Bio-Gemüse noch ein weiteres Argument hinzu: Das Bio-Obst und Bio-Gemüse von Zurück zum Ursprung wird in den Hofer-Filialen neben der konventionellen Ware verkauft. Damit es hier nicht zu Verwechslungen kommt und die Konsumentinnen und Konsumenten wirklich die Gewissheit haben, dass sie ihr Produkt von Zurück zum Ursprung in den Händen halten, wird das Bio-Obst und Bio-Gemüse verpackt. Dies ist zudem gesetzlich vorgeschrieben.

Mit dem aufgedruckten Chargencode oder Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Packung können Konsumentinnen und Konsumenten ihr Produkt bis zum Ursprung rückverfolgen und erhalten Informationen über die Herkunft, über Bio-Bäuerinnen und -Bauern, die daran beteiligt waren, sowie über die Verarbeiter.