Die vier Dimensionen der Nachhaltigkeit
Zurück zum Ursprung – bietet nicht nur köstliche BIO-Qualitätsprodukte aus Österreich, sondern darüber hinaus lückenlose Nachvollziehbarkeit.
Was ist der Kreislauf des Lebens?
Nachhaltigkeit ist bei Zurück zum Ursprung mehr als ein wichtiger Grundwert – es ist das Fundament, auf dem unsere Marke und all unsere Handlungen und Ziele aufbauen. Teil unserer Mission ist es, BIO als die nachhaltigste Eigenmarke von HOFER für alle zugänglich zu machen. Deshalb ist es uns auch ein großes Anliegen, das, was wir tun, transparent und nachvollziehbar zu gestalten. Als erste und einzige Lebensmittelmarke Österreichs können wir unsere umfassende Nachhaltigkeitsausrichtung auch tatsächlich beweisen – mit dem Kreislauf des Lebens. Anhand diesem kannst du jederzeit nachvollziehen, um wie viel nachhaltiger die Landwirtschaft der Zurück zum Ursprung Bäuer:innen im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft in derselben Region ist.
Das sind die vier Dimensionen der Nachhaltigkeit
Der Kreislauf des Lebens basiert auf der Bewertung der Zurück zum Ursprung Landwirtschaft in vier Dimensionen, die vom unabhängigen Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) erhoben wird.
Die vier Dimensionen Natur (Ökologische Integrität), Wirtschaften (Ökonomische Resilienz), Menschen (Soziales Wohlergehen) und Organisation (Gute Unternehmensführung) umfassen 21 Themen und 58 Unterthemen mit ganz konkreten Zielformulierungen, anhand derer die Nachhaltigkeitsleistungen bewertet werden.
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Atmosphäre
Klimaschutz
Der Ausstoß von Treibhausgasen wird minimiert.Luftqualität
Der Ausstoß von Luftschadstoffen und ozonabbauenden Stoffen wird verhindert. -
Wasser
Wasserverbrauch, Wasserschutz
Natürliche Wasserkreisläufe und Ökosysteme werden durch die Entnahme und Nutzung von Grund- und Oberflächenwasser nicht beeinträchtigt.Wasserqualität
Die Freisetzung von Schadstoffen ins Wasser wird verhindert, sodass eine Gefährdung von Menschen und Ökosystemen ausgeschlossen ist. -
Boden
Bodenfruchtbarkeit
Der Boden bietet die besten Bedingungen für Pflanzenwachstum und Bodengesundheit. Chemische und biologische Bodenverunreinigung wird verhindert.Bodenschutz
Die Bodenqualität wird bewahrt, zerstörte Flächen saniert. -
Biodiversität
Vielfalt der Lebensräume
Die Vielfalt und Funktionalität von natürlichen, naturnahen und landwirtschaftlichen Ökosystemen werden bewahrt und verbessert.Artenvielfalt/Sortenvielfalt
Die Artenvielfalt in natürlichen und naturnahen Ökosystemen sowie die Vielfalt von Nutztieren wird bewahrt und verbessert.Genetische Vielfalt
Die Vielfalt kultivierter Sorten, Arten und Rassen wird bewahrt und verbessert. -
Ressourcennutzung
Materialverbrauch
Der Materialverbrauch wird minimiert –Recycling-, Wiederverwendungs- und Rückgewinnungsraten maximiert.Energieverbrauch
Eine nachhaltige erneuerbare Energie wird forciert und der Gesamtenergieverbrauch verringert.Abfallmanagement
Abfall wird reduziert und sachgemäß entsorgt, so dass weder die Gesundheit von Menschen noch Ökosysteme bedroht werden. -
Tierwohl
Tiergesundheit
Tiere werden frei von Hunger und Durst sowie Verletzungen und Krankheiten gehalten.Artgerechte Haltung
Tiere werden unter artgerechten Bedingungen und frei von Beschwerden, Schmerzen, Verletzungen, Krankheiten, Angst und Leid gehalten.
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Investitionen
Investitionen in die Nachhaltigkeit
Kontinuierliche interne Investitionen zielen darauf ab, die Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern.Gemeinnützige Investitionen
Durch seine Investitionen trägt der Betrieb zur nachhaltigen Entwicklung der Gemeinschaft bei.Langfristige Investitionen
Investitionen in z.B. Produktionsstätten oder Ressourcen zielen auf langfristige Nachhaltigkeit statt auf kurzfristige Profite ab.Wirtschaftlichkeit
Durch seine Investitionen und Geschäftstätigkeiten schafft es der Betrieb, ein positives Geschäftsergebnis zu erzielen. -
Wirtschaftliche Sicherheit, Wirtschaftliche Stabilität
Produktionsstabilität
Die Produktion (Menge und Qualität) ist ausreichend widerstandsfähig, um ökologische, soziale und wirtschaftliche Krisen abzufedern und sich ihnen anzupassen.Stabile Lieferbeziehungen
Stabile Geschäftsbeziehungen mit einer ausreichenden Anzahl an Zulieferern sind sichergestellt und alternative Beschaffungskanäle stehen zur Verfügung.Stabiler Absatz
Ausreichende Kundinnen und Kunden, eine vielfältige Einkommensstruktur und alternative Vermarktungskanäle stehen zur Verfügung.Zahlungsfähigkeit
Durch finanzielle Liquidität, den Zugang zu Krediten und Versicherungen werden Zahlungsausfälle verhindert.Risikomanagement
Es bestehen Strategien zur Minimierung interner und externer Risiken und Gefahren für den Betrieb. -
Produktwertigkeit
Lebensmittelsicherheit
Lebensmittelgefahren werden systematisch kontrolliert und Verunreinigungen von Lebensmitteln mit potenziell schädlichen Substanzen vermieden.Lebensmittelqualität
Bei der Lebensmittelproduktion werden höchstmögliche Qualität und Nährwerte erzielt.Produktinformationen
Vollständige und korrekte Informationen zu Produkten sind öffentlich zugänglich und nicht irreführend. -
Regionale Ökonomie
Regionale Wertschöpfung
Die lokale Wirtschaft wird durch Schaffung von Arbeitsplätzen und Zahlung lokaler Steuern gestärkt.Regionaler Einkauf
Die lokale Wirtschaft wird durch Bezug der Rohwaren lokaler Lieferanten gefördert.
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Lebensgestaltung
Lebensqualität
Produzenten und Angestellte entlang des gesamten Produktionsprozesses genießen einen Lebensunterhalt, der eine ausreichende Ernährung, Zeit für Familie, Ruhepausen und Kultur gewährleistet.Weiterbildung
Produzenten und Angestellte entlang des gesamten Produktionsprozesses haben die Möglichkeit auf Aus- und Weiterbildung innerhalb ihres Fachgebiets.Fairer Zugang zu Produktionsmitteln
Für Produzenten entlang des gesamten Produktionsprozesses besteht ein rechtmäßiger und fairer Zugang zu Ressourcen, inklusive Ausrüstung, Kapital und Wissen. -
Faire Handelspraktiken
Verantwortungsvoller Einkauf
Lieferanten erhalten einen fairen Preis, der die Zahlung von existenzsichernden Löhnen, eine nachhaltige Wirtschaftsweise und die Deckung der Kosten ermöglicht. Verhandlungen und Verträge sind transparent und basieren auf Gleichberechtigung.Rechte von Zulieferern
Die Rechte von Lieferanten bezüglich freier Wahl der Partner (Koalitionsfreiheit) und fairer Verhandlung bei Verträgen, werden gewahrt. -
Arbeitsrechte
Beschäftigungsverhältnisse
Für sämtliche Mitarbeitende im Betrieb und seinem Einflussbereich gelten rechtsverbindliche und transparent geregelte Verträge, die nationalen Gesetzen entsprechen.Zwangsarbeit
Der Betrieb akzeptiert keinerlei Zwangsarbeit, Schuldknechtschaft oder unfreiwillige Arbeit, weder in den eigenen Betrieben noch in denen der Geschäftspartner.Kinderarbeit
Der Betrieb akzeptiert keinerlei Kinderarbeit, die deren Gesundheit schadet oder deren Erziehung behindert, weder in eigenen Betrieben noch in denen von Geschäftspartnern.Versammlungs- und Verhandlungsfreiheit
Sämtliche Mitarbeitende im Betrieb und seinem Einflussbereich haben das Recht auf den Anschluss an eine Gewerkschaft, auf Tarif- und Beschäftigungsverhandlungen. -
Gleichberechtigung
Toleranz
Strenge Gleichberechtigungs- und Antidiskriminierungsgrundsätze gelten für sämtliche Beteiligten im Betrieb und seinem Einflussbereich.Gleichstellung der Geschlechter
Es gibt kein Geschlechtergefälle bei Anstellung, Vergütung, Zugang zu Ressourcen, Ausbildung und Karrierechancen.Förderung benachteiligter Gruppen
Besonders schutzbedürftige Gruppen entlang des gesamten Produktionsprozesses z.B. Menschen mit Behinderung, sozial Benachteiligte werden proaktiv unterstützt. -
Gesundheit
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Kulturelle Vielfalt
Traditionelles Wissen
Traditionelles und kulturelles Wissen wird als geistiges Eigentum geschützt und anerkannt.Ernährungssouveränität
Produzenten haben Wahlfreiheit und Eigentumsrechte in Bezug auf Produktionsmittel, indem z.B. Patente auf diese verhindert werden. Dies gilt vor allem bei der Erhaltung und Nutzung von traditionellen, alten und lokal angepassten Sorten oder Rassen.
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Unternehmensethik
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Verpflichtung
Ganzheitliche Audits
Der Betrieb berücksichtigt und lässt alle vier Dimensionen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Soziales, Ökonomie und Unternehmensführung) überprüfen.Verantwortungsvolles Handeln
Der Betrieb bewertet die eigenen Leistungen in Bezug auf Nachhaltigkeit regelmäßig und kritisch und sucht nach Verbesserungsmöglichkeiten.Transparenz
Verfahren, Richtlinien, Entscheidungen oder Entscheidungsprozesse sind (sofern angemessen) öffentlich zugänglich. -
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Teilnahme, Einbindung
Dialog mit Interessensgruppen
Der Betrieb informiert bzw. bezieht pro-aktiv mögliche betroffene Interessensgruppen bei kritischen Entscheidungen mit ein und berücksichtigt ihre Beiträge angemessen.Beschwerdemechanismen
Es besteht ein Zugang zu angemessenen Beschwerdeverfahren ohne die Gefahr negativer Folgewirkungen für alle Interessensgruppen.Konfliktlösung
Bei Konflikten wird ein respekt- und verständnisvoller Dialog, der auf Kooperation und Gleichberechtigung beruht, gesucht. -
Rechtsstaatlichkeit
Rechtmäßigkeit
Der Betrieb hält sich an alle anwendbaren Gesetze, Verordnungen, internationale Menschenrechtsstandards oder freiwilligen Vereinbarungen.Vorsorge
Der Betrieb leitet bei Rechtsverletzungen umgehend wirksame Abhilfe ein und trifft Maßnahmen für die Wiederherstellung und künftige Vermeidung.Gesellschaftspolitische Verantwortung
Der Betrieb nimmt seine Verantwortung in allen Bereichen der Nachhaltigkeit wahr und setzt sich für soziale oder ökologische Belange und für die Verbesserung von rechtlichen und behördlichen Vorgaben ein.Ressourcenbeschaffung
Die Beschaffung von Ressourcen (z.B. Betriebsmitteln oder Land) verletzt keine Rechte von Dritten. -
Ganzheitliche Organisation
Nachhaltigkeitsplanung
Der Betrieb plant die Verbesserung seiner Nachhaltigkeitsleistungen systematisch und baut zukünftige Betriebsentscheidungen auf diese Planungen auf. Zielkonflikte und Synergien zwischen allen Dimensionen der Nachhaltigkeit werden berücksichtigt.Berücksichtigung externer Kosten
Der Betrieb berücksichtigt externe Kosten (z.B. Naturverbrauch, Ausbeutung sozial schwacher Gruppen etc.) und Subventionen in seiner Buchhaltung.
Hinweis: Die Erhebung der wissenschaftlichen Daten auf den Zurück zum Ursprung Betrieben fand zwischen März 2017 und Juni 2020 statt.
Quellen: eigene Darstellung und Formulierung auf Basis von Nachhaltigkeitsanalyse und -bewertung im Agrar- und Lebensmittelsektor, SMART; sowie der SAFA Leitlinien.
1 Weiters wurden bei der Entwicklung von SMART die Richtlinien zur Nachhaltigkeitsberichterstattung der Global Reporting Initiative GRI-G4, der UN Global Compact, der ISO 26000 „Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung“, der SA8000 Standard zur sozialen Verantwortung, die ILO Arbeits- und Sozialstandards sowie die Indikatoren-Matrix der Gemeinwohlökonomie berücksichtigt.