
BIO-Hof Rudolf Federlehner jun.
- Molln
Ein ruhiger, wertschätzender Umgang mit den Milchkühen steht für Rudolf Federlehner im Mittelpunkt. Weidehaltung, viel Bewegungsraum und ein gutes Stallklima gehören für ihn selbstverständlich dazu.
Die BIO-Milch vom Hof wird an die Schlierbacher Klosterkäserei geliefert und dort zu feinsten BIO-Käsespezialitäten verarbeitet – etwa zum BIO-Schlosskäse von Zurück zum Ursprung.
Steckbrief
- NameRudolf Federlehner jun.
- HofnameEiseck
- OrtMolln (Region Traunviertel)
- BetriebsübernahmeMai 2024
- Betrieb seit1994
- BewirtschaftungWeide- und Almbewirtschaftung
- ProtuktBIO-Milch für die Käseherstellung, z. B. BIO-Schlosskäse
Aus der Region Traunviertel
Die wunderschöne Region Traunviertel wurde nach dem Fluss Traun benannt und liegt im südöstlichen Teil von Oberösterreich. Viele Tiere der Ursprungs-Bäuerinnen und -Bauern genießen hier ihren täglichen Auslauf in malerischer Umgebung.
Interview
Warum habt ihr euch für BIO entschieden?
Das Tierwohl steht bei uns an erster Stelle. Auch Wertschätzung und faire Entlohnung sind uns wichtig. Die Haltungsform ist für uns sehr ansprechend. Wir möchten so natürlich wie möglich wirtschaften.
Was gefällt dir besonders an der biologischen Landwirtschaft?
Mir gefallen besonders die Weidehaltung und die Gruppenhaltung bei den Kälbern. Dazu kommen 365 Tage Auslauf sowie großzügige Liege- und Bewegungsflächen. Tierwohl und die Qualität der Produkte sind für mich besonders wichtig.
Was ist dir bei deiner täglichen Arbeit besonders wichtig?
Mir sind die Schonung der Grünflächen, Artenvielfalt sowie Ordnung und Sauberkeit wichtig. Dazu gehört für mich auch ein ruhiger und wertschätzender Umgang mit den Tieren. Ich schätze Strukturen im Alltag und möchte trotzdem spontan und situationsbedingt handeln können. Auch Genauigkeit, Biodiversitätsflächen, Einblicke in die Landwirtschaft und gepflegte Äsungsflächen für Wildtiere sind mir wichtig.
Wie schafft ihr am Hof auch Raum für Artenvielfalt?
Biodiversitätsflächen; gepflegte Äsungsflächen für Wildtiere.
Worauf ist bei der Haltung eurer Milchkühe besonders zu achten?
Wichtig sind eine gute Futterqualität, passende Futtermischungen und die Weidehaltung. Im Stall spielen Schrapper, Nebelanlage und Ventilatoren für das Stallklima eine wichtige Rolle. Auch Transponder und Heukran unterstützen uns bei der Arbeit.
Was ist darüber hinaus für die Haltung und Bewirtschaftung wichtig?
Wir achten auf die Hygiene der Liegeflächen und bei der Melkarbeit. Die Gülle wird mit Wasser verdünnt. Auch die Almbewirtschaftung und -pflege sowie eine passende Anpaarung der Kühe sind wichtig.
Welchen Ratschlag würdest du anderen Bäuer:innen geben?
Gemeinsam statt einsam – die Kommunikation mit anderen Betrieben ist wichtig. Man sollte auf das Bauchgefühl hören und mit Hausverstand handeln. Außerdem sollte man den Mut haben, neue Wege zu gehen.
Was gefällt dir an eurer Region, dem Traunviertel?
Wir sind sehr zentral gelegen und haben kurze Wege, um Lebensmittel zu besorgen. Die Region lädt zum Wandern ein, man kann baden und auch die Radwege nutzen. Unsere Flächen sind durchaus flach gelegen, damit ist die Bewirtschaftung leicht zu bewältigen.
Warum arbeitet ihr mit Zurück zum Ursprung zusammen?
Man kann sich zu 100 % darauf verlassen, dass die Produkte aus Österreich kommen. Es ist schön ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Die Kennzeichnung und Möglichkeit die Produzent:innen zu verfolgen, sind für uns besonders positiv.
Warum habt ihr euch für Milchkühe entschieden?
Das ist generationsübergreifend so – weil wir Kühe und die Arbeit mit ihnen lieben!
Welche Rolle spielte der neue Stall bei der Hofübernahme?
2018 wurde ein neuer Stall unter Berücksichtigung der BIO-Richtlinien gebaut. Somit stand dem Übernehmen nichts mehr im Wege.














