Prüfzeichen "Tierwohl kontrolliert"

Zurück zum Ursprung war 2014 die erste Marke, die ihre besonders hohen Anforderungen an Tierwohl mit dem Zeichen „Tierschutzgeprüft“ auf allen tierischen Produkten ausloben durfte. Mit Jänner 2017 startet die Marke nun eine neue Zusammenarbeit mit der „Gesellschaft !Zukunft Tierwohl!“, um die Standards für Tierwohl in der Nutztierhaltung weiterzuentwickeln.

Prüfzeichen "Tierwohl kontrolliert" auf allen tierischen Zurück zum Ursprung-Lebensmitteln 

Zurück zum Ursprung damit österreichweit die einzige Marke, die das Prüfzeichen „Tierwohl kontrolliert“ auf allen tierischen Lebensmitteln tragen darf.

Das Zeichen „Tierwohl kontrolliert“ bestätigt die Einhaltung strengster Tierschutzrichtlinien, die über die EU Bio-Verordnung hinaus gehen. Es wird von der „Gesellschaft !Zukunft Tierwohl!“  – einem Konsortium der beiden Tierschutzvereine "Wiener Tierschutzverein" und "Verein gegen Tierfabriken (VgT)" - vergeben. 

Tierwohl als echtes Herzensanliegen

Hochwertige Lebensmittel können nur von gesunden und artgerecht gehaltenen Tieren stammen. Daher legt Zurück zum Ursprung besonderen Wert auf das Wohl der Tiere und sorgt dafür, dass die Tiere gesund sind und ihr natürliches Verhalten gefördert wird. Die Tiere auf den Zurück zum Ursprung Bauernhöfen leben so, wie es ihrer Art am besten entspricht – von der Bewegung und Fütterung über Sozialkontakte, Luft, Licht und Lärmschutz bis zur Betreuung. Denn schlussendlich nimmt die Gesundheit der Tiere einen wesentlichen Einfluss auf den Geschmack und die Genussqualität des Endproduktes. 

Prüf Nach!-Standard garantiert artgerechte Tierhaltung

Eine artgerechte Haltung und Fütterung aller Tiere ist in den Grundwerten von Zurück zum Ursprung verankert. So wird größtes Augenmerk darauf gelegt, eine Landwirtschaft mit zufriedenen, langlebigen und gesunden Tieren zu fördern. Alle Zurück zum Ursprung-Bauern verpflichten sich mit ihrer Partnerschaft zur Einhaltung der strengen Prüf Nach!-Richtlinien und der Richtlinien „Tierwohl kontrolliert“ der „Gesellschaft !Zukunft Tierwohl!“, die exakte Anforderungen für artgerechte Tierhaltung, Fütterung und Tiergesundheit vorgeben und weit über die gesetzlich vorgeschriebene EU-Bio-Verordnung hinausgehen. Beide Richtlinien zum Wohl der Tiere werden laufend evaluiert und durch aktuelle Erkenntnisse weiter ausgebaut. Die Einhaltung der Kriterien wird jährlich bei allen Ursprungs-Bauern von unabhängigen akkreditierten Bio-Kontrollstellen überprüft.

Ein kleines Zeichen mit großer Bedeutung

Wie es den Grundwerten von Zurück zum Ursprung entspricht, geht die Bio-Marke einen Schritt weiter und hat es sich, gemeinsam mit der „Gesellschaft !Zukunft Tierwohl!“, zusätzlich zum Ziel gesetzt, langfristige Anforderungen im Bereich des Tierwohls umzusetzen. Dafür wird laufend an einem regelmäßigen, beratenden Austausch mit den Landwirten, einer optimalen Betreuung dieser sowie einer gemeinsamen Projekterarbeitung zur Förderung des Tierwohls gearbeitet. Eine laufende Evaluierung der Ergebnisse gekoppelt mit aktuellen Erkenntnissen und die Zusammenarbeit mit einem Fachbeirat ermöglichen eine ständige Optimierung und Verbesserung des Tierwohl-Standards bei Zurück zum Ursprung zum Wohl der Tiere. 

Das Hauptaugenmerk wird hier auch in Zukunft weiter auf die Rinderzucht gelegt: Bei Zurück zum Ursprung sollen die Tiere nicht auf Maximalleistung gezüchtet werden, denn diese Form der Züchtung beansprucht den Organismus der Tiere stark und führt häufig zu gesundheitlichen Problemen wie etwa Eutererkrankungen oder Fruchtbarkeitsstörungen sowie einer verkürzten Lebenszeit. 

Daher setzen sich Zurück zum Ursprung und die „Gesellschaft !Zukunft Tierwohl!“ für eine Tierzucht ein, in der nicht die Leistung, sondern die Gesundheit, die Lebensdauer und die Fitness der Tiere im Vordergrund stehen. Dazu wurden 2016 bereits eigene Zuchtempfehlungen und –kriterien bei einigen Zuchtverbänden in Österreich realisiert.

Zudem wird gemeinsam mit der „Gesellschaft !Zukunft Tierwohl“ an weiteren bedeutsamen Zielen gearbeitet, wie etwa in den Bereichen der Optimierung der Stallsysteme, der Enthornung oder der muttergebundenen Kälberaufzucht, um auch hier eine Verbesserung zum Wohl der Tiere zu erreichen.

Durch die Einhaltung der strengen Prüf Nach! Richtlinien sowie der zusätzlichen Implementierung von Kriterien und Formulierung von Zielen erlaubt die „Gesellschaft !Zukunft Tierwohl“ alle tierischen Produkte mit dem Prüfzeichen „Tierwohl kontrolliert“ zu kennzeichnen.

„Tierwohl kontrolliert“ bei Milch- und Milchprodukten

Der Prüf Nach!-Standard schreibt in der Milchwirtschaft vor, dass die Tiere mindestens 180 Tage Auslauf haben müssen, wovon sie mindestens 120 Tage auf der Weide oder der Alm verbringen und sich dort an allerlei Gräsern und Kräutern laben können. Die Zurück zum Ursprung-Milchbauern verzichten zudem bei der Zufütterung ihrer Tiere vollständig auf den Einsatz von Soja. Eine wiederkäuergerechte Fütterung mit 75% Futter vom eigenen Hof ist selbstverständlich für alle Ursprungs-Milchbauern.

Außerdem wird bei allen Zurück zum Ursprung-Betrieben großer Wert auf Tierbetreuung und die Beziehung zwischen Tier und Mensch gelegt. Alle Höfe in der Milchwirtschaft müssen mindestens 24 Punkte nach dem Tiergerechtheitsindex (TGI) erreichen, der Faktoren wie Bewegungsmöglichkeiten, Sozialkontakt, Bodenbeschaffenheit, Einstreuqualität, Licht, Luft, Lärmschutz und die Betreuungsintensität miteinschließt. Darüberhinaus ist für alle Ursprungs-Bauern die Überprüfung durch den Tiergesundheitsdienst verpflichtend.

Da Zurück zum Ursprung der Erhalt der kleinstrukturierten alpinen Landwirtschaft am Herzen liegt und die gesamte Milch ausschließlich von Bergbauern kommt, ist bei manchen Bauern nur eine Kombinationstierhaltung möglich. Durch die gemeinsame Sammlung der Zurück zum Ursprung Bergbauern Bio-Heumilch werden die Milchprodukte daher mit dem Zeichen „Tierwohl kontrolliert 2 Hakerl“ gekennzeichnet.

„Tierwohl kontrolliert“ bei Rindfleisch

Auch das Zurück zum Ursprung Fleisch erfüllt strengste Kriterien. Alle Tiere, die für die Fleischproduktion von Zurück zum Ursprung gehalten werden, kommen ausschließlich aus Österreich, wo sie mit viel Sorgfalt großgezogen werden. 

Die Weiderinder verbringen mindestens 120 Tage im Jahr auf der Weide, wo sie sich ihr Futter selbst nach Herzenslust suchen können. Die kalte Jahreszeit verbringen die Weiderinder in Laufställen mit permanentem Zugang zu reichlich Auslauf. 

Der vollständige Verzicht auf Soja in der Rinderfütterung schont nicht nur die Umwelt, sondern kommt auch den Tieren zugute. Denn große Mengen an Eiweiß sind für die Tiere nicht verträglich und gefährden ihre Gesundheit. Stattdessen werden die Tiere artgerecht mit reichlich Raufutter wie etwa Heu gefüttert. Außerdem ist die Enthornung der Tiere untersagt und eine muttergebunden Kälberaufzucht gewährleistet.

Auch die Bergrinder von Zurück zum Ursprung werden ausschließlich in Österreich geboren und aufgezogen. Die Tiere – Jungrinder, Kalbinnen, Ochsen oder Kühe – stammen alle aus Bio-Betrieben, die im Berggebiet liegen und die den strengen Prüf Nach!-Standard für Milchkühe und die damit verbundenen Tierwohl-Kriterien entsprechen. Als Berggebiet gelten jene Gebiete, die vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, gemäß VO 1305/2013, festgelegt wurden. 

Das wertvolle Fleisch der Bergrinder wird für Zurück zum Ursprung Faschiertes vom Bergrind verwendet. Zurück zum Ursprung stellt damit sicher, dass weiterhin Bergrinder aufgezogen werden und wertvolles Kulturland in schwierigen Lagen erhalten bleibt.

„Tierwohl kontrolliert“ bei Wurstwaren

Das Schweinefleisch der Zurück zum Ursprung Wurstwaren stammt zu 100% aus österreichischen Bio-Betrieben, die den hohen Prüf Nach!- Standard für Kleeschweine einhalten. Auch bei den Kleeschweinen hat das Wohl der Tiere oberste Priorität. So dürfen sich diese neben Getreide auch an Grünfutter und Klee laben und ihren natürlichen Instinkten und Bedürfnissen wie etwa dem Wühlen in der Erde oder im Heu bei reichlich Auslauf folgen. Auch das Leben in der Gruppe entspricht ihrem natürlichen Sozialverhalten und dem Wohlbefinden. 

Kurze Transportwege zum Schlachtbetrieb und die Vermeidung von jeglichem Stress garantieren gesunde Tiere und Produkte von bester Qualität und höchstem Genuss. 

(Für das Rindfleisch in der Wurst gelten die Kriterien wie oben erwähnt.)

Tierwohl kontrolliert bei Eiern und Geflügel

Auch in der Hühnerhaltung gelten strenge Richtlinien, die von den Zurück zum Ursprung-Bauern zum Wohl ihrer Tiere gerne eingehalten werden. So steht allen Hühnern genügend Auslauf zur Verfügung und sie können sich an der frischen Luft frei bewegen und ihren natürlichen Instinkten wie Picken und Scharren im Boden folgen. 

Dieser Auslauf wird aber von den Tieren nur dann genutzt, wenn ausreichende Beschattung und Schutz durch Bäume oder Sträucher in unmittelbarer Nähe des Stalles gegeben sind. Die Pflanzung von Bäumen, Sträuchern und Hecken zur Sicherstellung eines geschützten Auslaufes, der dem natürlichen Schutzbedürfnis von Hühnern nachkommt, ist deshalb in den Prüf Nach!-Richtlinien festgeschrieben. Weiters wird die Gestaltung eines überdachten, gut strukturierten Außenscharrraumes mit Staubbädern, erhöhten Sitzgelegenheiten etc. durch die Prüf Nach!-Richtlinien vorgeschrieben. Der Außenscharrraum schließt unmittelbar an den Stallraum an und bietet den Hühnern zudem Schutz vor Wind und Raubtieren. 

Eine weitere Besonderheit bei Zurück zum Ursprung ist, dass nicht nur das Bio-Getreide für die Fütterung der Hühner aus Österreich stammt, sondern auch alle anderen Bio-Futtermittel wie z.B. Soja, das garantiert gentechnikfrei hergestellt wird. 

Außerdem werden seit Dezember 2015 für die gesamte Zurück zum Ursprung-Eierproduktion keine männlichen Küken mehr getötet. Damit setzt Zurück zum Ursprung sein erfolgreiches Projekt „Hahn im Glück“ für alle Bio-Eier um. Das bedeutet, dass für Bio-Freilandeier das Töten von Hahnenküken der Vergangenheit angehört und alle Küken seit Anfang Dezember 2015 artgerecht aufgezogen werden.