"Kreislauf des Lebens" - Bewertung der Murauer Heumilchwirtschaft

Schlendern Sie vor der Mahd über die Wiesen und Weiden der Ursprungs-Bauern, finden Sie eine Vielzahl an Kräutern, Schmetterlingen und Bienen, die Zeit scheint still zu stehen, es duftet und summt. Man spürt förmlich die Artenvielfalt und dass hier im Einklang mit der Natur gewirtschaftet wird.

Doch das Gefühl allein reicht uns nicht, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht. Daher werden die Zurück zum Ursprung Betriebe vom renommierten Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) anhand der SMART-Methode bewertet und mit herkömmlichen Betrieben verglichen. Die Ergebnisse werden im "Kreislauf des Lebens" zusammengefasst.

Die SMART-Methode basiert auf den SAFA-Nachhaltigkeitsleitlinien der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen. Sie entspricht somit dem aktuellsten Forschungsstand.

SMART-Methode am Beispiel Murauer Heumilchwirtschaft

Zur Bewertung der Zurück zum Ursprung Bio-Heumilchwirtschaft in der Region Murau, wählten die Forscher des FiBL mittels Zufallsverfahren 26 Betriebe aus. Neben der Besichtigung der Betriebe, wurden Dokumente, Aufzeichnungen gesichtet und detaillierte Interviews mit Ursprungs-Bäuerinnen und Bauern geführt. Untersucht wurden alle Aspekte der Nachhaltigkeit, bestehend aus insgesamt 58 Unterthemen, die 21 Themen und 4 Nachhaltigkeits-Dimensionen (Ökologie, Ökonomie, Soziales und Unternehmensführung) angehören.

Wie die Ursprungs-Betriebe in der Nachhaltigkeitsbewertung abschneiden, sehen Sie einerseits im Internet bei den Produkten und andererseits auf sämtlichen Verpackungen beim "Kreislauf des Lebens".

Die Berechnung der 58 Unterthemen

Nach dem Besuch der 26 Betriebe, beurteilte das FiBL für jeden einzelnen Betrieb die 58 Unterthemen. Der Durchschnittswert der 26 Murauer Zurück zum Ursprung Heumilch-Betriebe wird dann mit konventionellen steirischen Heumilchbetrieben verglichen. Final erhält man somit 58 Prozentwerte, die den relativen Unterschied zwischen Zurück zum Ursprung und konventionell darstellen.

Diese 58 Prozentwerte werden bei allen Produkten im Internet abgebildet, für die Region Murau beispielsweise bei der frischen Zurück zum Ursprung Murauer Bergbauern Bio-Heumilch.

 

Die Murauer Heumilchwirtschaft ist nachhaltig besser

Werfen wir nun einen genauen Blick auf die frische Zurück zum Ursprung Murauer Bergbauern Bio-Heumilch und greifen drei Werte heraus, die bei diesem Produkt besonders relevant sind. Diese drei Werte finden sich auch auf einer Seite der Verpackung bei der Darstellung des "Kreislaufs des Lebens":

  1. Klimaschutz

    Die Landwirtschaft und der Lebensmittelsektor sind stark vom Klimawandel betroffen und tragen gleichzeitig aber durch Abholzung oder industrielle Dünger maßgeblich dazu bei.
    Die alpine Zurück zum Ursprung Milchproduktion in Murau verzichtet aber zur Gänze auf mineralischen Stickstoffdünger. Auch der sehr hohe Anteil an Photovoltaik und anderen erneuerbaren Energien fällt positiv auf. Gülle- und Jauchegruben sind fachgerecht abgedeckt, sodass der Austritt schädlicher Treibhausgase vermieden wird. Weitere Aspekte wie ausschließlich österreichische Futtermittel, ein hoher Anteil an Weidemonaten und Bewahrung von Dauergrünland führen dazu, dass Murauer Ursprungs-Heumilchbetriebe im Klimaschutz um 11% besser abschneiden als konventionelle Heumilchbetriebe der Region.
  2. Ernährungssouveränität

    "Ernährungssouveränität ist das Recht auf gesunde und kulturell angepasste Nahrung, nachhaltig und unter Achtung der Umwelt hergestellt. Sie ist das Recht auf Schutz vor schädlicher Ernährung. Sie ist das Recht der Bevölkerung, ihre Ernährung und Landwirtschaft selbst zu bestimmen." (Nyéléni 2007).
    Die Zurück zum Ursprung Betriebe leisten hierzu einen wesentlichen Beitrag, durch das Verbot von gentechnisch veränderten Futtermitteln oder auch der Nutzung von lokal angepassten Kuhrassen. Die Erhaltung alter, robuster und auch seltener Nutztierrassen ist vor allem angesichts des sich rasch ändernden Klimas von großer Relevanz. Außerdem beziehen Ursprungs-Bauern keine Futtermittel aus Ländern mit problematischen sozialen Bedingungen, sondern nur aus zertifizierten Quellen in Österreich. Daher schneiden die Murauer Ursprungs-Heumilchbetriebe bei Ernährungssouveränität um 52% besser ab als konventionelle steirische Heumilchbetriebe.
  3. Artenvielfalt

    Die Bedeutung des Artenreichtums und der Artenvielfalt in der Landwirtschaft ist unsagbar groß. Die Murauer Ursprungsbetriebe weisen einen hohen Anteil an Grünlandflächen auf, die nur zweimal (oder weniger) im Jahr gemäht oder beweidet werden, zusätzlich wird die Artenvielfalt durch den Verzicht auf chemisch-synthetische Spritzmittel gefördert. Die Ursprungs-Betriebe sind durchwegs kleinstrukturiert und zeichnen sich durch ökologisch wertvolle Flächen aus. All diese Parameter tragen maßgeblich zur Erhaltung der Artenvielfalt auf den Murauer Ursprungs-Heumilchbetrieben bei und dazu, dass sie um 54% besser abschneiden als konventionelle Heumilchbetriebe der Region.


Zurück zum Ursprung verfolgt seit Anbeginn einen ganzheitlich nachhaltigen Ansatz in der Landwirtschaft und bei den Produkten. Der "Kreislauf des Lebens" untermauert wissenschaftlich, dass die Landwirtschaft hinter den Zurück zum Ursprung Bio-Produkten einen wesentlichen Beitrag für unsere gemeinsame Zukunft leistet.