Wie und von wem wird der CO2- Fussabdruck berechnet?

Der CO2-Fußabdruck wird von dem unabhängigen Forschungsinstitut FiBL berechnet. Es ist die weltweit führende und renommierteste Forschungseinrichtung für biologische Landwirtschaft mit Forschungskompetenz seit 1973. Als Forschungs-, Beratungs- und Dokumentationszentrum ist FiBL wissenschaftlich wegweisend für die internationale Entwicklung der biologischen Landwirtschaft.

Bei der Berechnung des CO2-Fußabdruckes wird die gesamte Kette von der Landwirtschaft mit seinen Vorleistungen (z.B. Herstellung der Dünger, Herkunft Futtermittel) bis hin zum Regal in der Supermarktfiliale berücksichtigt. So wurden auch die Verarbeitung, Verpackung, der Transport und die Lagerung im Detail berücksichtigt. Der Transport macht dabei nur einen kleinen Teil der Emissionen aus.
Bilanziert wird entsprechend der Richtlinien der IPCC als Life Cycle Assessment (Lebenszyklusanalyse, LCA). Hierfür wurde vom FIBL Österreich ein Klimabewertungsmodell entwickelt, das sich eng an die internationalen Ökobilanzierungsrichtlinien (ISO- Richtlinien 14040 und 14044) anlehnt. Ein externes wissenschaftlicher Review durch das Ökoinstitiut Freiburg bestätigte die Richtigkeit der Berechnungen. Außerdem wurden Ergebnisse der Berechnungen für Zurück zum Ursprung im Rahmen von Beiträgen in wissenschaftlichen Fachjournalen veröffentlicht.

Die CO2-Bindung im Boden durch die Humusmehrung in Bio-Ackerböden fließt zusätzlich detailliert ein. Aber auch die Herkunft der Futtermittel wird einbezogen.
Sämtliche Zurück zum Ursprung Bio-Produkte weisen pro Hektar aber auch pro kg Lebensmittel geringere CO2-Emissionen als vergleichbare, konventionelle Produkte auf:

  • Milchprodukte: 10 - 21 % weniger CO2-eq*/kg Milch
  • Brot und Gebäck: 25 - 42 % weniger CO2-eq/kg Brot
  • Gemüse: 9 - 35 % weniger CO2-eq/kg Frischgemüse
  • Hühnerfleisch und Eier: 40 - 56 % weniger CO2-eq/kg Fleisch/Eier

Wodurch entstehen die Einsparungen?

Weitere Infos

*Die 3 Treibhausgase CO2, CH4 und N2O wurden entsprechend ihrer Klimawirkung als „CO2-Äquivalente“ (CO2-eq) zusammengefasst.