Zurück zum Ursprung ist nachhaltig besser

Der Mensch ist ein Teil von Natur und Umwelt. Die emotionale Bindung zu Pflanzen, Tieren und Boden wurde uns bereits in die Wiege gelegt. Kinder beobachten Käfer oder Schmetterlinge voller Neugier und Hingebung.
Doch noch nie war die Welt, wie wir sie kennen, so gefährdet wie heute. Es geht nicht um das Überleben der Menschen, sondern um die Art und Weise, wie wir in Zukunft leben werden. Eines ist dabei gewiss, eine ernsthaft gelebte Nachhaltigkeit wird mit jeder Sekunde wichtiger.

Die Vereinten Nationen verkündeten am 1. Jänner 2016 diesbezüglich 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals). Dazu zählen die Bekämpfung der Armut, der Schutz des Planeten und allgemeiner Wohlstand. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Lebensweise ist für die Vereinten Nationen die Förderung von kleinstrukturierter und ökologischer Landwirtschaft. Das deckt sich vollkommen mit den Zielen von Zurück zum Ursprung.

In diesem Zusammenhang ist es uns wichtig, nicht nur über unsere Ziele zu sprechen, sondern auch wissenschaftlich zu beweisen, dass unsere Form der Landwirtschaft wie sie unsere Ursprungs-Bauern betreiben, nach den strengen Kriterien des Prüf Nach!-Standards, tatsächlich nachhaltig besser ist. Sie sichert Ernährungssouveränität, erhält Naturvielfalt, betreibt aktiven Klimaschutz und stärkt Österreichs Regionen.

Neben dem wissenschaftlichen Nachweis liefern zwei unabhängige Bewertungsmodelle ("Kreislauf des Lebens" und "Mehrwert für die Region") aber auch die Möglichkeit für Fortschritt und Weiterentwicklung unseres Projekts. Der Slogan "Bio, das weiter geht" ist nämlich keine Floskel, sondern Programm.

"Kreislauf des Lebens" - Nachhaltigkeitsbewertung verständlich erklärt

Der "Kreislauf des Lebens" beschreibt die Nachhaltigkeitsbewertung, die wir für die Landwirtschaft der Zurück zum Ursprung Produkte durchführen lassen. Diese Bewertung erfolgt auf dem aktuellstem Forschungs- und Wissenstand, umfassend in allen Dimensionen der Nachhaltigkeit und ist in dieser Form weltweit einzigartig. Sie basiert auf den international anerkannten Leitlinien, den sogenannten SAFA-Leitlinien der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen.

Der "Kreislauf des Lebens" bewertet die Nachhaltigkeitsleistungen unserer Landwirtschaft in vier Dimensionen (Natur, Wirtschaften, Menschen und Organisation) und vergleicht die Ergebnisse mit der herkömmlichen Landwirtschaft in derselben Region. Drei ausgewählte, relevante Werte werden auf Verpackungen der Zurück zum Ursprung Produkte abgebildet. Die gesamte Bewertung wird im Internet dargestellt. Sie können somit jederzeit transparent und nachvollziehbar sehen, um wie viel nachhaltiger unsere Form der Landwirtschaft ist.

Das wissenschaftliche Modell

Diese wissenschaftliche Bewertung für den "Kreislauf des Lebens" wird durch das renommierte und international anerkannte Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) mit Hilfe der SMART-Methode durchgeführt. Diese Methode ermöglicht einen transparenten Vergleich von landwirtschaftlichen Produktionssystemen und Betrieben. Die Bewertung erfolgt in 4 Nachhaltigkeitsdimensionen (Unternehmensführung, Ökologische Integrität, Ökonomische Resilienz und Soziales Wohlergehen), die sich in 21 Themen und insgesamt 58 Unterthemen gliedern und somit ganzheitlich alle Aspekte der Nachhaltigkeit abdecken.

Mehr zur SMART-Methode und dem wissenschaftlichen Hintergrund

Mehrwert für die Region

Zusätzlich zu der ganzheitlichen Nachhaltigkeitsbewertung im Rahmen des "Kreislauf des Lebens" lassen wir für unsere Produkte noch deren "Mehrwert für die Region" erheben, denn ein wesentlicher Bestandteil von Nachhaltigkeit ist für Zurück zum Ursprung die authentische Regionalität. Für Zurück zum Ursprung ist Regionalität viel mehr als eine Herkunftsbezeichnung, oder ein Produkt aus 50 km Umkreis. Sie bedeutet im Einklang mit der Natur und der Tradition in der jeweiligen Region zu wirtschaften. Die Bewertung des "Mehrwerts für die Region" berücksichtigt die regionale Stabilität, die regionale Wertschöpfung und die sozialen und ökonomischen Beziehungen. Zurück zum Ursprung zeigt mit dem Wert, welchen wertvollen Beitrag jedes einzelne Produkt für die wirtschaftliche und soziale Stabilität der Region leistet, aus der es kommt.
Auch der "Mehrwert für die Region" wird auf sämtlichen Verpackungen der Zurück zum Ursprung Bio-Produkte abgebildet.

 

Die Geschichte der Nachhaltigkeitsbewertung bei Zurück zum Ursprung

Schon vor der ganzheitlichen Bewertung nach der SMART-Methode hat Zurück zum Ursprung seine Produkte auf Nachhaltigkeit überprüfen lassen. Die Nachhaltigkeitsbewertung gehört also schon seit vielen Jahren zu Zurück zum Ursprung. Nur die Modelle haben sich verändert und dem aktuellen wissenschaftlichen Stand angepasst. Begonnen hat alles mit dem CO2-Fußabdruck, der errechnete wie viel weniger Treibhausgase bei der Produktion eines Zurück zum Ursprung Bio-Produkts im Vergleich zu einem herkömmlichen ausgestoßen werden. Die nachhaltige Wirtschaftsweise der Ursprungs-Bäuerinnen und -Bauern, regionale Verarbeitung und Rohstoffe sowie österreichische Futtermittel, spielen dabei eine große Rolle.
So schützen Konsumentinnen und Konsumenten aktiv das Klima und sparen mit dem bewussten Kauf von Zurück zum Ursprung Produkten jährlich 20.000 Tonnen an Treibhausgasen. Der CO2-Fußabdruck wurde mit dem österreichischen Klimaschutzpreis 2009 ausgezeichnet!

Als nächster Wert kam der Wasser-Fußabdruck hinzu. Entlang der gesamten Produktionsphase von Zurück zum Ursprung wird Wasser effizient genutzt und einer Wasserverschmutzung vorgebeugt. Alleine der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Mineraldünger minimiert den Wasserverbrauch enorm. Wie viel Wasser das genau spart, wird je Produkt berechnet und auf der Verpackung ausgewiesen. Mit Zurück zum Ursprung Produkten werden somit jährlich um 10,6 Milliarden Liter gespart.

Als dritter wichtiger Wert reihte sich die Biodiversitätsbewertung in den Ökologischen Fußabdruck ein. Die Biodiversität auf Zurück zum Ursprung Bauernhöfen ist im Vergleich zu herkömmlichen Betrieben höher. Geringere und ausschließlich organische Düngung, die schonende Bodenpflege, der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und ein höherer Anteil an naturnahen Flächen und Kleinstrukturen bei den Ursprungs-Bäuerinnen und -Bauern erhält die Vielfalt an Tieren, Pflanzen und Lebensräumen. Zum Beispiel wird auf den Heumilchbetrieben in der Region Murau die Naturvielfalt um 26% stärker gefördert, als auf konventionellen Michbetrieben. Dafür sorgt die traditionelle Bewirtschaftung von Wiesen und Weiden.