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Blog | BIO, das weiter geht

Weidehaltung, 365 Tage Auslauf & regionales Futter

19. August 2021

Neben der verpflichtenden Weidehaltung genießen unsere Kühe 365 Tage Auslauf und bestes BIO-Futter aus der Region

Das Hausrind ist eines der ältesten Nutztiere. Seine angeborenen Ansprüche haben sich über die Zeit kaum verändert: wiederkäuergerechtes Futter mit einem hohen Anteil an Raufutter und ausreichend Bewegung.

Heute will man diese Bedürfnisse mit einer „artgerechten Haltung“ zufrieden stellen. Bei Zurück zum Ursprung haben wir uns hierfür nicht nur mit dem Thema Bewegung intensiv auseinandergesetzt, sondern auch die Auswahl des geeigenten Futters berücksichtig. Denn wir sind der Meinung, dass hochwertige nachhaltige Lebensmittel nur von gesunden Tieren kommen können.

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Bestes BIO-Futter aus Österreich

Damit es den Tieren gut geht, ist eine artgerechte Fütterung, die dem Organismus der Tiere entspricht, Voraussetzung. Daher ist die Auswahl des Futters besonders wichtig. Regionalität auf allen Ebenen: Der Grundwert der Regionalität schließt bei Zurück zum Ursprung auch den Bereich der Futtermitttel ein. Dies bedeutet, dass die eingesetzten Futtermittel nicht nur aus biologischer Landwirtschaft stammen, sondern auch österreichischer Herkunft sind. So wird auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Bei Wiederkäuern wie Rinder, Ziegen und Schafe gilt etwa, dass mindestens 75 % der Futtermittel vom eigenen Hof stammen, der Rest aus Österreich.

Auch die Futtermittel für alle anderen Tiere, wie Schweine und Hühner stammen bei Zurück zum Ursprung ausschließlich aus Österreich. Der Einsatz von Soja aus Übersee ist bei Zurück zum Ursprung untersagt.

Die Weidehaltung ist gemeinsam mit anderen Faktoren seit dem Start von Zurück zum Ursprung ein entscheidendes Kriterium im Sinne des Tierwohls. Für das Tier macht es nämlich einen wesentlichen Unterschied, ob es sich auf einem natürlichen Untergrund bewegt oder einem Stallboden. Darüber hinaus können sich die Tiere auf einer Weide oder einer Alm ihr Futter selbst suchen und das natürliche Sozialverhalten in der Herde besser ausleben.  

Bei der Weidehaltung bewegen sich die Kühe auf der Suche nach Futter, was ihrem Körper und den Gelenken guttut. Die Sonneneinstrahlung regt besonders die Bildung von Vitamin D an. Zusätzlich nehmen Tiere, die auf Hochalmen weiden und grasen, Futterpflanzen mit einem höheren Nährstoffgehalt zu sich. Pflanzen in höheren Lagen sind widerstandsfähiger und der Nährstoffgehalt der Almpflanzen kann demzufolge um 1/3 höher sein als bei den Gräsern und Kräutern in Tallagen.

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Artenvielfalt die schmeckt

Da die Kühe mindestens sechs Stunden pro Tag mit Grasen verbringen, stehen so durchschnittlich 30 bis 50 verschiedene Arten von Gräsern und Kräutern am Speiseplan. Das alles wirkt sich nicht nur positiv auf die Tiere aus, sondern auch auf die Inhaltsstoffe unserer wertvollen BIO-Milch. Sie ist gehaltvoller und das Aroma der Bergkräuter und Gräser verleiht ihr den hervorragenden Geschmack.

Weidehaltung bringt aber nicht nur höchste Qualität hervor, sondern hinterlässt auch eine vielfältigere Umwelt für die späteren Generationen.

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Die natürliche Bewirtschaftung der Flächen durch Weidevieh trägt einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität, der Naturvielfalt bei.

Zudem schont die Weidehaltung unser Klima, denn eine nachhaltige Grünlandnutzung fördert den Humusaufbau im Boden. Da Humus besonders effektiv Kohlendioxid speichern kann, wird das Abströmen von CO2 in die Atmosphäre verhindert und damit das Klima entlastet.

Daher ist Weidehaltung bei Zurück zum Ursprung verpflichtend. So verbringen unsere Kühe insgesamt mindestens 120 Tage im Jahr auf der Weide, oft sogar bis zu 200 Tage.

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Täglich Auslauf ins Freie – um die positiven Effekte der Weide zu erhalten

Im alpinen Grünland ist Weide und Alpung natürlich nur beschränkt während der Vegetationszeit möglich. Es sind kaum mehr als 180 bis 200 Weidetage möglich. Die restlichen Tage wird regelmäßiger Auslauf im Freien mit den verbundenen Außenklimareizen (frische Luft, kalt und warm, Sonne, Regen, Schnee und Wind) gewährt. Das wiederum macht die Tiere robuster und resilienter.

Unsere Maßnahmen zur Steigerung des Tierwohls

Zusammengenommen machen diese Standards unsere Bergbauern BIO-Heumilch zur wertvollsten Milch* im Kühlregal:

  • Mindestens 120 Weidetage verpflichtend, viele Betriebe erreichen über 200 Weidetage
  • Natürliche Futteraufnahme auf der Wiese
  • Täglich Auslauf im Freien
  • Wiederkäuergerechte Fütterung
    • 75 % Rauhfutter in der Ration
    • Max. 15 % Kraftfutter
    • Sojafreie Fütterung
  • Von der Haltung bis zum Tier selbst: ganzheitliche Tierwohlerhebung durch unabhängige Kontrollstellen
  • Mitgliedschaft beim Tiergesundheitsdienst
  • Zucht:
    • Verbot von Qualzucht, wie Weißblauer Belgier
    • Zuchtempfehlungen für standortgerechte Genetik
  • Mensch-Tierbeziehung in familiären bergbäuerlichen Strukturen
  • Tierwohlbeirat zur Weiterentwicklung des Tierwohlverständnisses
  • Tierwohl kontrolliert“ durch den Verein !Zukunft Tierwohl!
  • Jährliche Beurteilung der Tiergesundheit durch Tierärzte

 

 *Der Prüf Nach!-Standard für Milchkühe geht weit über die EU BIO-Verordnung hinaus sowie auch über die Anforderungen des ARGE Heumilch Regulatives.

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