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Eiweiß - ein wichtiger Baustein in Babys Ernährung

Ernährung bedeutet nicht nur Genuss. Sie hat eine lebensnotwendige Funktion. Wir benötigen sie zum Aufbau des Körpers sowie zur Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen.

Hier möchten wir näher auf die Rolle von Eiweiß in unserer Ernährung und vor allem in der Beikost eingehen.

Eiweiß (auch Protein genannt) ist Bestandteil all unserer Zellen: Hormone und Enzyme, Haut und Haar, Blutgefäße und Knochen, Blutzellen, Sehnen und Muskeln. Sie alle bestehen aus Protein. Und dieses findet sich in einem ständigen Austausch, Zellen werden stets erneuert. Bei Kindern und Jugendlichen wird Eiweiß vor allem für den Muskel- und Zellaufbau und das Wachstum, aber auch für die Hirnentwicklung benötigt. Dies spielt vor allem bei Kleinkindern eine sehr wichtige, oft vernachlässigte Rolle. Denn wenn das Kind nicht ausreichend mit Eiweiß versorgt ist, kann es in der Entwicklung zu körperlichen und geistigen Rückständen kommen. Aus diesem Grund widmen wir uns in diesem Artikel dem Thema Eiweiß in der Beikost:

In einer ausgewogenen Ernährung finden sich zahlreiche Eiweißquellen. Neben den Klassikern Fleisch, Fisch, Ei und Milchprodukten gibt es auch pflanzliche wertvolle Nahrungsmittel, die uns mit Proteinen versorgen: Hülsenfrüchte, Sprossen, Keime, Nüsse und Samen.

Tierisch oder pflanzlich?

Eiweiß besteht aus zahlreichen Bausteinen, den Aminosäuren, wovon wir einen Großteil selber herstellen können. Jene, die der menschliche Körper nicht produzieren kann (man spricht hier von essenziellen oder unentbehrlichen Aminosäuren), sind für uns lebensnotwendig und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.
Inwiefern ein Protein in körpereigenes Protein umgewandelt werden kann, entscheiden die im jeweiligen Lebensmittel enthaltenen Aminosäuren. Je größer Anzahl und Menge der unentbehrlichen Aminosäuren also ist, desto besser ist auch die Qualität des enthaltenen Eiweißes.

Gemessen wird dies in Form der biologischen Wertigkeit. Das Hühnerei beispielsweise hat eine biologische Wertigkeit von 100 und gilt als Referenz- (oder Vergleichs-)wert. Je höher die Wertigkeit ist, desto geringere Mengen muss man davon zuführen, um den Eiweißbedarf zu decken.

Tierisches Eiweiß ist meist besser verwertbar und enthält alle essenziellen Aminosäuren. Aber hat ein Lebensmittel eine geringere biologische Wertigkeit, bedeutet dies nicht, dass es weniger wertvoll ist. Denn ob ein Nahrungsmittel hochwertig ist, entscheiden auch enthaltene Vitamine, Mineralstoffe und andere Nährstoffe.

Pflanzlichen Lebensmitteln fehlen ein oder mehrere dieser wichtigen Bausteine. Das soll sie aber nicht minderwertig erscheinen lassen. Außerdem können - v.a. pflanzliche Proteinquellen durch Kombinationen mit anderen Lebensmitteln eine höhere biologische Wertigkeit erzielen. Beispielsweise Milch und Getreide, Soja und Reis, Bohnen und Mais, Kartoffel und Ei oder Soja. Aber nur durch eine facettenreiche Kombination mehrerer pflanzlicher Proteine ist es gewährleistet, dass der Körper mit allen unentbehrlichen Aminosäuren versorgt ist.

eiweißhaltige Lebensmittel bzw. Lebensmittelkombinationenbiologische Wertigkeit
Hühnerei100
Rindfleisch80
Geflügel80
Kartoffel76
Bohnen72
Mais72
Reis66
Linsen60
Hühnerei + Kartoffel136
Hühnerei + Mais114
Bohnen + Mais99
Soja + Kartoffel103
Milch + Weizen125

Da das Ei in der Beikost selten zu finden ist, möchten wir hier auf seine Qualitäten aufmerksam machen: Das Ei ist nämlich ein wahres Kraftpaket. Doch was versteckt sich tatsächlich hinter der Schale? Was macht es so wertvoll? Zum einen enthält es sehr viele Vitamine und Mineralstoffe, die für den Stoffwechsel wichtig sind. Zum anderen hat es eine hohe biologische Wertigkeit. Und es ist gut verdaulich.
Was Sie vielleicht nicht wussten: Im Eidotter steckt tatsächlich mehr Protein (also Eiweiß) als im Eiklar. Und dieses wertvolle Eiweiß können auch schon die Kleinen in Ihrer Beikost genießen, um groß und stark zu werden.

Nur zwei Dinge sind zu beachten. Das Ei muss immer gut durchgegart sein. Da es sehr viel Eiweiß enthält, reicht ein halbes Ei bzw. nur Dotter oder Eiweiß pro Mahlzeit – und das nur 1-2 Mal pro Woche.

Hier gibt`s ein herrliches Herbstrezept mit Ei

Unsere „Hahn im Glück“-Freilandeier von Zurück zum Ursprung sind etwas ganz Besonderes

Auch Hülsenfrüchte liefern wertvolles Eiweiß und sind deshalb in der Beikost willkommen. Zu ihnen zählen Bohnen, Erbsen, Sojabohnen, Kichererbsen und Linsen. Hülsenfrüchte waren Jahrzehnte als „schwerverdaulich“ und „Arme-Leute-Essen“ in Verruf. In den letzten Jahren bekommen Sie mehr Aufmerksamkeit, die sie auch regelrecht verdient haben. Warum? Hülsenfrüchte sind nicht nur wertvolle Eiweißlieferanten. Sie liefern auch Vitamine, Mineralstoffe und zu guter Letzt auch eine Menge an Ballaststoffen und Kohlenhydraten. Somit sind sie eine optimale Fleischalternative und gleichzeitig nahrhaft. Und ja: die blähende Wirkung ist ihnen geblieben. Aber man bedenke: jeder Mensch reagiert anders und der Körper kann sich auch daran gewöhnen. Damit Babys Bäuchlein nicht überfordert ist, empfiehlt es sich, mit Linsen zu beginnen. Diese haben den Vorteil, dass sie nicht vorweg eingeweicht werden müssen und außerdem etwas besser verträglich sind. Kocht man etwas Fenchelsamen mit den Linsen mit oder verwendet Fenchel- oder Kümmeltee zum Pürieren, lässt sich die blähende Wirkung auch etwas mildern.

Hier gibt’s ein feines Linsen-Rezept aus unseren Produkten

Samen und Nüsse, Sprossen und Keime – sind wertvolle Eiweißquellen. Allerdings sollten sie in der Beikost noch keine Verwendung finden. Nüsse dürfen nur in fein gemahlener Form in die Beikost integriert werden, da ganze oder grob gehackte Nüsse leicht in die Luftröhre und in tiefere Bereiche der Atemwege gelangen können.

Milchprodukte stellen im 1. Lebensjahr noch keine erstrangige Eiweißquelle dar, da sie einen für Säuglinge zu hohen Proteingehalt haben. Im ersten Lebenshalbjahr sollten Kuhmilchprodukte prinzipiell gemieden werden. Eine langsame Einführung mit kleineren Mengen in Form eines Milch-Getreidebreis pro Tag ist im zweiten Lebenshalbjahr möglich.

Fleisch ist ein wertvolles Nahrungsmittel, da es nicht nur Eiweiß, sondern auch wichtige Vitamine wie Vitamin B12 und Mineralstoffe wie Eisen und Zink, liefert. Dennoch gehen Sie bitte mit Fleisch sparsam um und beschränken Sie den Konsum auf 3 Portionen pro Woche.

Von Beginn an kann Fisch in die Ernährung des Säuglings eingeführt werden. Allerdings muss bei der Zubereitung sorgfältigst auf die Entfernung der Gräten geachtet werden. Rohe und schwermetallbelastete (hierzu zählen v.a. fettreiche Raubfische wie Thunfisch, Schwertfisch oder Heilbutt) sind zu meiden. Heimische Fische wie Forelle oder Saibling sind jedenfalls vorzuziehen.

Wie auch immer Sie sich entscheiden. Ob Fleisch, Fisch, Ei oder Hülsenfrüchte. Den Österreichischen Beikostempfehlungen zufolge sollte eine Portion hochwertiges Protein in Form von Fleisch, Fisch, Ei oder Hülsenfrüchten pro Tag Bestandteil der Beikost sein.

Noch mehr Informationen zur Beikost

Wichtiger Hinweis:

Stillen – Dialog zwischen Mutter und Kind

Stillen ist die beste Möglichkeit, Ihr Baby von Anfang an optimal zu versorgen. Muttermilch enthält alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe, Proteine, Fette, Milchzucker und Spurenelemente und passt sich stets den Bedürfnissen Ihres Babys an. Mit Muttermilch wird nicht nur der Energiebedarf gedeckt, sondern sie schützt zudem vor Allergien und Infekten. Somit ist Muttermilch mit ihrem idealen Nährstoffmix die natürlichste und nachhaltigste sowie preiswerteste Ernährungsform.

Stillen ist zudem für die Bindung zwischen Mutter und Kind wichtig. Die gemeinsame Kuschelzeit stillt die Bedürfnisse nach Nähe und Geborgenheit, Hautkontakt und Wärme.

Eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit begünstigt das Stillen. Während der Schwangerschaft bereitet sich die Brust vollkommen natürlich auf das Stillen Ihres Kindes vor. Frühes und häufiges Anlegen unterstützt den Milchfluss. Bei Problemen mit dem Stillen wenden Sie sich an Ihre Hebamme, Ihre Stillberaterin oder Ihren Kinderarzt.

Die Verwendung von Säuglingsanfangsnahrung kann den Erfolg des Stillens beeinflussen. Die Entscheidung, nicht zu stillen, kann nur schwer rückgängig gemacht werden. Sprechen Sie deshalb mit Ihrer Stillberaterin, Hebamme oder Ihrem Kinderarzt, wenn Sie Ihrem Kind Säuglingsnahrung geben möchten. Eine unsachgemäße Zubereitung von Säuglingsanfangsnahrung kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Bitte beachten Sie deshalb sorgfältig die Hinweise und Zubereitungsanleitungen auf den Verpackungen.

Falls Sie weitere Informationen zum Thema Stillen oder unserem Milchnahrungssortiment suchen, finden Sie diese in der Zurück zum Ursprung Babywelt.

Wichtiger Hinweis:

Stillen – Dialog zwischen Mutter und Kind

Stillen ist die beste Möglichkeit, Ihr Baby von Anfang an optimal zu versorgen. Muttermilch enthält alle wichtigen Nährstoffe und passt sich stets den Bedürfnissen Ihres Babys an.Muttermilch schützt zudem vor Allergien und Infekten, fördert die Mutter-Kind-Beziehung, ist immer verfügbar, hygienisch einwandfrei und die preisgünstigste Ernährungsform.

Bedenken Sie, dass die Entscheidung nicht zu stillen nur schwer rückgängig gemacht werden kann und die Verwendung von Säuglingsnahrung den Erfolg des Stillens beeinflusst. Beachten Sie die Hinweise zu Zubereitung und Lagerung auf der Verpackung, eine unsachgemäße Verwendung kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.