Bei Fragen zur Ernährung Ihres Babys schreiben Sie bitte unserem Expertenteam unter baby@zurueckzumursprung.at.

Rund ums Fläschchen

Die natürliche, optimale Ernährung für Säuglinge ist Muttermilch. Diese passt sich in ihrer Zusammensetzung den individuellen Bedürfnissen des Babys an. Daher brauchen gesunde Säuglinge in den ersten Lebensmonaten, wenn sie voll gestillt werden, keine andere zusätzliche Nahrung oder Flüssigkeit.

Es gibt viele Gründe, die das Stillen erschweren können wie eine frühe Geburt, Saugschwäche, die Trennung von Mutter und Kind, „Saugverwirrung“, hormonelle Störungen, Brustoperation, Brustentzündungen, geringe Unterstützung und damit einhergehend Überlastung und Überforderung.
Wenn der Stillbeginn schwierig ist oder Stillprobleme auftreten, ist es wichtig, fachkundigen Rat einzuholen, um das Stillen nicht vorzeitig beenden zu müssen. Frauen machen sich die Entscheidung oft nicht leicht, ob sie stillen oder nicht. Wenn Sie nicht stillen, sollten Sie kein schlechtes Gewissen haben oder sich Vorwürfe machen. Nehmen Sie Ihr Kind trotzdem so oft wie möglich und über den Fütterungszeitraum hinaus in den Arm, um ihm Geborgenheit und Sicherheit zu geben.

Eine Möglichkeit ist auch Beziehungsstillen, d.h. das Baby kann sein Bedürfnis stillen und „beruhigungssaugen“, das schenkt dem Baby und der Mutter Ruhe, Geborgenheit und Vertrauen. Die Ernährung des Kindes wird über das Fläschchen sichergestellt.


Säuglingsmilchnahrung – was ist drin und was ist dran?

Wird nicht oder nicht ausschließlich gestillt, soll das Kind eine Säuglingsanfangsnahrung erhalten, die nach den gesetzlichen Regelungen hergestellt wurde. Pre- oder 1er-Nahrungen bezeichnen Säuglingsanfangsnahrungen und sind zur Fütterung des Kindes von Geburt an bis zum Ende des ersten Lebensjahres geeignet. Sie können wie Muttermilch - je nach Bedarf des Kindes – so oft und so viel das Kind braucht - ad libitum – gefüttert werden.

Pre-Nahrungen sind – soweit heute technisch möglich – am nächsten der Muttermilch angepasst. Sie enthalten wie Muttermilch Laktose als einziges verdauliches Kohlenhydrat. 1er-Nahrung kann neben Laktose auch andere Kohlenhydrate, meist Stärke, enthalten, ist sättigender und sollte erst nach der Pre-Nahrung zum Einsatz kommen. Anfangsmilch ist auch zum Zufüttern zu Muttermilch geeignet und kann nach dem Abstillen oder als Alternative zu einer anderen Säuglingsanfangsnahrung gegeben werden. Sie müssen also nicht bei der Marke bleiben, die Ihrem Kind im Krankenhaus gegeben wurde.
Folgenahrung (2er-Nahrung, 3er-Nahrung) sollte nicht vor dem 6. Lebensmonat gegeben werden.  Sie ist den Anfangsnahrungen in der Zusammensetzung sehr ähnlich, bei bestimmten Nährstoffen aber, für die im Beikostalter bereits ein höherer Bedarf besteht, wie Eisen, Kalzium und B Vitamine (B1, B12), sind die Inhaltsmengen erhöht.

Wenn sie auf Folgenahrung umsteigen wollen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

Alle Säuglingsanfangsnahrungen (Pre und Anfangsmilch 1), nach dem 4. Monat ergänzt durch Beikost, versorgen Ihr Baby im 1. Lebensjahr mit den nötigen Nährstoffen. 

Die allgemeine Zusammensetzung von Säuglingsanfangsmilch:

Die Nährstoffzusammensetzung von Kuhmilch unterscheidet sich deutlich von jener der Muttermilch. Der Proteingehalt unveränderter Kuhmilch ist wesentlich höher, vor allem auch der Anteil an schlecht verdaulichem Casein. Der Lactosegehalt ist in Kuhmilch dagegen deutlich niedriger, ebenso wie der Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren (wie Linolsäure). Sie enthält auch weniger Jod und Eisen, die Bioverfügbarkeit des Eisens ist zusätzlich verringert. Im Allgemeinen weist aber Kuhmilch einen höheren Mineralstoffgehalt auf, was aufgrund der eingeschränkten Nierenfunktion zu einer Belastung des kindlichen Organismus führt, insbesondere der hohe Kalziumgehalt.
Laut internationaler Empfehlungen ist Kuhmilch im ersten Lebensjahr als Getränk, Ersatz für Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrung ungeeignet. Vor dem sechsten Lebensmonat sollte ganz auf Kuhmilch verzichtet werden. Ab dem sechsten Lebensmonat kann Kuhmilch in kleinen Mengen zur Zubereitung eines Milch-Getreide-Breis verwendet werden (100-200 ml), aber nicht öfter als einmal täglich. Kalzium und Casein hemmen die Absorption von Nicht-Häm-Eisen, weshalb Kuhmilch und eisenreiche Lebensmittel nicht gemeinsam verabreicht werden sollten. Auch kleinere Mengen ungesüßtes Joghurt kann der Beikost beigefügt werden. Auf Roh- und Vorzugsmilch sollte aus hygienischen und mikrobiologischen Gründen im Säuglings- und Kleinkindalter komplett verzichtet werden (sowohl für Breizubereitungen als auch zum Trinken).

 

Muttermilchsammelstelle

Mütter von Säuglingen aus Wien und Umgebung können überprüfte und pasteurisierte Muttermilch von der Muttermilchsammelstelle der Semelweiss Frauenklinik beziehen, wo Muttermilch von Frauen, die mehr Muttermilch haben, als das eigene Kind braucht, gesammelt wird. Allerdings ist eine ärztliche Verordnung notwendig, um Muttermilch von der Sammelstelle zu beziehen.

Muttermilch kann aus verschiedenen Gründen verordnet werden:

  • frühgeborene Kinder
  • kranke Säuglinge
  • Eiweißallergie (Kuhmilchallergie)
  • Lebensmittelallergie
  • Kinder mit geschwächtem Immunsystem
  • Mehrlinge
  • Medikamenteneinnahme der Mutter

Sie erhalten Frauenmilch auch bei: Diabetes, Spitalsaufenthalt, Erkrankung und Medikamenteneinnahme der Kindesmutter

Keine selbst hergestellten Milchmischungen verwenden!

Von selbst hergestellten Nahrungen auf Basis von Pflanzen- (Reis, Mandel, Dinkel, Hirse) oder Tiermilch (Schaf, Ziege, Stute, Kuh) wird dringend abgeraten. Diese können zu schweren Gedeih- und Entwicklungsstörungen führen!


Zurück zum Ursprung Säuglingsmilchnahrung

Zurück zum Ursprung setzt seit Beginn auf hochwertige regionale Lebensmittel und nachhaltige Landwirtschaft bei höchster Transparenz.

Gemeinsam mit den Murauer Bergbauern und der Obersteirischen Molkerei startete 2006 das Zurück zum Ursprung-Projekt. Und eben aus dieser Region, wo quasi der Ursprung von Zurück zum Ursprung liegt, kommt die Bergbauern-Bio-Heumilch für unsere Säuglingsmilchnahrung.

In unserer Säuglingsmilch verwenden wir sorgfältig ausgewählte Zutaten wie die Bio-Heumilch in der Vollmilchform. Anreicherungen und Zusätze betreffend, halten wir uns streng an die wissenschaftlichen Vorgaben und fügen nur genau jene Bestandteile (wie Vitamine, Mineralstoffe, pflanzliche Öle) hinzu, durch die das gesetzlich vorgegebene Nährwertprofil von Säuglingsnahrungen zu 100% erreicht wird.

Denn unser Anspruch ist: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Dieser Leitgedanke bedeutet, dass wir auf alle weiteren und vor allem nicht notwendigen Zusätze bewusst und aus Überzeugung verzichten.

  • Babyflaschen-Starter-Set (3 große und 2 kleine Fläschchen)
  • mind. 2 weitere Sauger zum Wechseln
  • 4 Flaschendeckel
  • Flaschenwärmer (Wasserbad tut`s auch)
  • Flaschenzange
  • Sterilisator für Mikrowelle oder Dampfsterilisator
  • Flaschenbürste
  • Trichter
  • Wasserkocher
  • Babyflaschenbox / Flaschenständer
  • Flaschen-Isoliertasche
  • Milchpulver
  • ev. Eine Hand-Brustpumpe (wenn auch Muttermilch gegeben wird)

Was das Material betrifft, haben Sie bei den Flascherlsaugern zwei zur Wahl: die aus Silikon (pflegeleichter und langlebiger) und welche aus Latex (weicher, flexibler, stärker belastbar, wird aber schneller porös durch das regelmäßige Auskochen). Silikonsauger sind eher für jüngere Kinder geeignet, solche aus Latex für Kinder, die bereits die ersten Zähne bekommen haben.

Es kommt bei der richtigen Wahl aber weniger auf das Material als auf die Lochgröße des Saugers an. Anfangs saugt das Baby sehr geringe Mengen, später saugt es kräftiger und mehr.
Für Säuglingsanfangsnahrung eignen sich Sauger mit kleinen Löchern besser, für die Folgenahrung können Sauger mit mittlerer Lochgröße verwendet werden.
Überprüfen können Sie die optimale Größe, indem Sie die gefüllte Flasche umdrehen. Die Milch sollte in Sekundenabstand heraustropfen. Tropft sie schneller, ist das Loch zu groß. Das wäre nicht gut für die Entwicklung des Kiefers, da das Baby dann nur trinkt, aber nicht saugt.



  • Vor der Zubereitung sollten die Hände gründlich mit fließendem warmen Wasser und Seife gereinigt werden
  • Fläschchen, Sauger, Ring und alle anderen verwendeten Utensilien (Dosierlöffel, Trichter) auskochen, mit heißem Wasser und Spülmittel händisch oder im Geschirrspüler waschen und anschließend trocknen
  • Wasser abkochen und laut Packungsanleitung abkühlen lassen und erst dann das Pulver einrühren
  • Säuglingsnahrung muss vor jeder Mahlzeit frisch zubereitet und nach Abkühlen auf Trinktemperatur unmittelbar gefüttert werden
  • Erwärmen Sie die Säuglingsmilch nicht in der Mikrowelle. Dabei kann diese unregelmäßig erhitzt werden und das Baby könnte sich beim Trinken verbrühen.
  • Bitte schütten Sie Milchreste weg und reinigen Sie danach Sauger, Flasche und Ring gründlich
  • Kein Warmhalten der zubereiteten Nahrung über mehr als eine Stunde
  • Flaschen und Sauger sind nach Gebrauch sofort zu spülen, um ein Antrocknen der Nahrungsreste zu vermeiden


Wichtig:
Eine unsachgemäße Aufbewahrung oder Zubereitung von Säuglingsanfangsnahrung kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Bitte beachten Sie deshalb sorgfältig die Hinweise und Zubereitungsanleitungen auf den Verpackungen.
Das Pulver muss nach dem Öffnen wieder gut verschlossen, trocken, max. bei Raumtemperatur gelagert werden und sollte innerhalb von zwei Wochen aufgebraucht werden. Direktes Sonnenlicht und große Temperaturschwankungen sollten Sie möglichst vermeiden.


Verwenden Sie am besten Trinkwasser oder abgepacktes Wasser (Babywasser oder Mineralwasser mit dem entsprechenden Hinweis „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“).
Sollten Sie unsicher sein, ob Ihr Trinkwasser geeignet ist (z. B. bei Hausbrunnen, Bleiverrohrungen etc.) können  Sie eine Wasseruntersuchung bei der AGES durchführen lassen.

Besonders empfehlenswert ist es, unterwegs im Alltag, auf Reisen, für nächtliche Fütterungen,  

  • das Säuglingsmilchpulver in saubere und trockene Flaschen zu portionieren,
  • das abgekochte Trinkwasser in einer sauberen, geschlossenen Thermosflasche aufzubewahren und
  • die pulverförmige Säuglingsanfangsnahrung mit dem Wasser erst kurz vor der Fütterung zu mischen.

Wichtiger Hinweis:

Stillen – Dialog zwischen Mutter und Kind

Stillen ist die beste Möglichkeit, Ihr Baby von Anfang an optimal zu versorgen. Muttermilch enthält alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe, Proteine, Fette, Milchzucker und Spurenelemente und passt sich stets den Bedürfnissen Ihres Babys an. Mit Muttermilch wird nicht nur der Energiebedarf gedeckt, sondern sie schützt zudem vor Allergien und Infekten. Somit ist Muttermilch mit ihrem idealen Nährstoffmix die natürlichste und nachhaltigste sowie preiswerteste Ernährungsform.

Stillen ist zudem für die Bindung zwischen Mutter und Kind wichtig. Die gemeinsame Kuschelzeit stillt die Bedürfnisse nach Nähe und Geborgenheit, Hautkontakt und Wärme.

Eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit begünstigt das Stillen. Während der Schwangerschaft bereitet sich die Brust vollkommen natürlich auf das Stillen Ihres Kindes vor. Frühes und häufiges Anlegen unterstützt den Milchfluss. Bei Problemen mit dem Stillen wenden Sie sich an Ihre Hebamme, Ihre Stillberaterin oder Ihren Kinderarzt.

Die Verwendung von Säuglingsanfangsnahrung kann den Erfolg des Stillens beeinflussen. Die Entscheidung, nicht zu stillen, kann nur schwer rückgängig gemacht werden. Sprechen Sie deshalb mit Ihrer Stillberaterin, Hebamme oder Ihrem Kinderarzt, wenn Sie Ihrem Kind Säuglingsnahrung geben möchten. Eine unsachgemäße Zubereitung von Säuglingsanfangsnahrung kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Bitte beachten Sie deshalb sorgfältig die Hinweise und Zubereitungsanleitungen auf den Verpackungen.

Falls Sie weitere Informationen zum Thema Stillen oder unserem Milchnahrungssortiment suchen, finden Sie diese in der Zurück zum Ursprung Babywelt.

Wichtiger Hinweis:

Stillen – Dialog zwischen Mutter und Kind

Stillen ist die beste Möglichkeit, Ihr Baby von Anfang an optimal zu versorgen. Muttermilch enthält alle wichtigen Nährstoffe und passt sich stets den Bedürfnissen Ihres Babys an.Muttermilch schützt zudem vor Allergien und Infekten, fördert die Mutter-Kind-Beziehung, ist immer verfügbar, hygienisch einwandfrei und die preisgünstigste Ernährungsform.

Bedenken Sie, dass die Entscheidung nicht zu stillen nur schwer rückgängig gemacht werden kann und die Verwendung von Säuglingsnahrung den Erfolg des Stillens beeinflusst. Beachten Sie die Hinweise zu Zubereitung und Lagerung auf der Verpackung, eine unsachgemäße Verwendung kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.