Bei Fragen zur Ernährung Ihres Babys schreiben Sie bitte unserem Expertenteam unter baby@zurueckzumursprung.at.

Ich ess schon wie die Grossen!

Schön langsam ist Ihr Kind am Familientisch angekommen und isst hier und da bereits mit. Es hat in den letzten Monaten viel dazu gelernt. Das Löffelessen, das Kauen, eventuell wurde sogar schon der Umgang mit Besteck und Trinkbecher trainiert.

Das Kind hat sich auch an eine gewisse Mahlzeitenfrequenz gewöhnt. Optimaler Weise bekommt es 5 Mahlzeiten am Tag. Dies ist nach wie vor wichtig, da die Kleinen noch nicht so viele Energiereserven wie wir Erwachsene anlegen können und somit auf regelmäßige Energieversorgung über Nahrung angewiesen sind.

Was ist gut für mein Kind?

Die Devise heißt: je bunter, desto besser. Greifen Sie zu saisonalem und regionalem Obst und Gemüse. Ziehen Sie Vollkornprodukte den Weißmehlprodukten vor. Kohlenhydrate brauchen Kinder in regelmäßigen Abständen, da sie noch nicht so große Energiespeicher wie wir Großen haben. Achten Sie auf eine regelmäßige Eiweißzufuhr. Eiweiß ist wichtig für die geistige und körperliche Entwicklung Ihres Kindes. Kochen Sie mit hochwertigen Pflanzenölen. Und Ihr Kind ist optimal versorgt.

Und vergessen Sie nicht, Ihr Kind regelmäßig zum Trinken zu motivieren und ihm Flüssigkeit anzubieten!

In nachfolgender Tabelle sehen Sie, wie Sie ihr Kind optimal ernähren, welche Lebensmittel zu bevorzugen sind und wie oft diese gegessen werden sollen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© Richtig essen von Anfang an! (www.richtigessenvonanfangan.at)

 

Ich mag nicht mehr!

Bedenken Sie, dass Kinder anfangs nach Bedarf gefüttert oder gestillt werden. Sie machen sich bemerkbar, wenn sie Hunger haben (sie verlangen nach der Brust, greifen nach dem Flascherl, greifen nach Lebensmittel) und geben Zeichen, wenn sie satt sind (sie wenden sich ab, spucken eventuell wieder aus, schmeißen sogar Lebensmittel weg). Hunger- und Sättigungszentrum funktionieren also einwandfrei.

Zwingen Sie Ihr Kind niemals zum (Auf-)Essen. Auch wenn die Kinder im Laufe der Beikosteinführung zu fixen Essenzeiten (meist angepasst an den Familienalltag) hintrainiert werden, sollten Sie trotzdem achtsam sein und Zeichen Ihres Kindes richtig deuten.

  • Gemeinsam am Tisch: Essen Sie mindestens einmal täglich als Familie gemeinsam.
  • Portionieren: Bieten Sie eventuell dem Kind an, sich selber die Portion zu nehmen und geben Sie nur kleine Portionen als Kostprobe – Nachnehmen kann man immer!
  • Ich bin satt! – Ein nicht leer gegessener Teller zeigt, dass das Kind seine angeborenen Kompetenzen (Hunger und Sättigung) wahrnimmt. Es hört auf, wenn es satt ist. Zwingen Sie Ihr Kind nicht, aufzuessen.
  • Kein Gut und Böse: So können Lebensmittel nicht kategorisiert werden. Es gibt nur ein Zuviel oder ein Zueinseitig.
  • Bieten Sie die Speisen kindgerecht an. Lassen Sie aber das Kind vorher einen Blick auf den angerichteten Teller werfen, bevor alles in kleine Stücke zerschnitten und eventuell vermischt wird.
  • Keine Belohnung und Bestrafung: Essen sollte nie als Goodie oder Essensentzug als Strafe eingesetzt werden.
  • Einmal mehr und einmal weniger – Kinder essen intuitiv dann, wenn sie Hunger haben und so viel, bis sie satt sind.
  • Das mag ich nicht! Wenn Ihr Kind eine Speise verwehrt, bieten Sie keine aufwendige Alternative an. Das Kind kann sich entscheiden, zu kosten, eventuell einen Bestandteil zur Seite zu geben oder das Essen auszulassen.
  • Immer wieder anbieten: Auch wenn Ihr Kind manche Lebensmitel verwehrt, bieten Sie diese immer wieder in gewissen Abständen an. Das Kind sollte bis zu 16 Mal Kontakt zu einem Lebensmittel haben, um entscheiden zu können, ob es diese mag oder nicht.
  • Vorbildwirkung: Bedenken Sie, dass Sie auch beim Essverhalten eine Vorbildwirkung auf Ihr Kind haben.

 

 

Die Ernährung sollte weiterhin ausgewogen und vielfältig sein, bestehend aus Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkorngetreide, Milchprodukten, Fisch, Geflügel und magerem Fleisch. Die Ausgewogenheit ist nicht nur wichtig für eine optimale Versorgung, sondern prägt auch spätere Essensvorlieben mit.

 

  •  Getränke: Trinkwasser ist das ideale Getränk, ergänzt mit ungesüßten Früchtetees. Kräutertee soll nicht als "Durstlöscher" verwendet werden. Jedes Kraut hat seine Wirkung. Somit ist eine "Dauerstimulation" nicht empfehlenswert. 100%ige Fruchtsäfte sind eine mögliche Alternative, wenn sie selten und in verdünnter Form (3 Teile Wasser, 1 Teil Saft) getrunken werden.
  • Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst: Je bunter, desto besser!
  • Getreide und Erdäpfel: Nützen Sie die große Auswahl und bevorzugen Sie Vollkornprodukte.
  • Milch und Milchprodukte: Falls Ihr Kind bisher keine Kuhmilch oder andere Milchprodukte bekommen hat, beginnen Sie langsam damit. Verwenden Sie nur pasteurisierte Milch und Milchproduke. Weiters sind fettreduzierte Milch und Milchprodukte für Kleinkinder unter 2 Jahren nicht geeignet.
  • Fisch, Fleisch und Eier: Geeignete Fische für Kleinkinder sind: Saibling, Forelle und fettreiche Meeresfische wie Lachs, Hering oder Makrele. Achten Sie darauf, sorgfältig alle Gräten beim Fisch zu entfernen. Fleisch, Fisch und Eier sollten immer gut durcherhitzt werden!
  • pflanzliche Öle: Ideal sind Olivenöl, Rapsöl, Walnussöl, Maiskeimöl, Leinsamenöl – verwenden Sie verschiedene Öle abwechselnd. Auch Nüsse und Samen enthalten hochwertige Fette.
  • Fettes, Süßes, Salziges: So wenig wie möglich.
  • Nach wie vor sollten Sie Speisen mild würzen und keinen bzw. wenig Zucker verwenden.


Bieten Sie die Getränke in einem Trinkbecher oder Glas an und vermeiden Sie, dass Ihr Kind ständig am Flascherl nuckelt - sei es zum Durst stillen, zur Beruhigung oder gar zum Einschlafen. Dauernuckeln von zuckerhaltigen Getränken kann zu Karies führen!

  • rohes oder nicht durchgekochtes Ei
  • rohes Fleisch und roher Fisch
  • kleine Lebensmittel wie Nüsse, Samen, Körner, Backerbsen, runde Beeren, Zuckerl und Kaugummi – können leicht ungewollt inhaliert werden und so in die Luftröhre gelangen
  • Fisch mit Gräten – immer genau entfernen!
  • Lebensmittel mit der Kennzeichnung „kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“
  • stark gesalzene Lebensmittel (z.B. Knabbergebäck, Salzstangerl)
  • koffeinhaltige Getränke (Kaffe, Schwarztee, Grüntee, Eistee, Cola, Energy Drinks)
  • Alkohol

Eine ovo-lacto-vegetarische Ernährung (Verzicht auf Fleisch und Fisch, aber andere tierische Lebensmittel wie Milch, Milchprodukte und Eier werden gegessen) ist für Personen mit besonderen Anforderungen an die Nährstoffversorgung (z.B. Schwangere, Stillende, Säuglinge, Kleinkinder und Jugendliche) auch geeignet. Es ist allerdings besonders darauf zu achten, eine bedarfsgerechte Ernährung sicher zu stellen.

Bei einer vegetarischen Ernährung achten Sie bitte immer auf eine ausreichende Eiweißzufuhr. Sollte das Kind weder Fleisch noch Fisch bekommen, nutzen Sie die pflanzlichen Eiweißquellen:

  • Hülsenfrüchte (z.B. Erbsen, Linsen, Bohnen)
  • Nüsse und Samen

Tierische Eiweißquellen sind für die kindliche Entwicklung aufgrund des Eisen-, Zink- und Vitamin B12-Gehaltes notwendig:

  • Eier
  • Milch und Milchproduke

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit (Intoleranz) oder Allergie haben nur wenige Kleinkinder. Sollten Sie das eine oder andere Lebensmittel in Verdacht haben, kontaktieren Sie einen Arzt.

Ohne eine gesicherte ärztliche Diagnose sollte kein Nahrungsmittel langfristig aus dem Speiseplan Ihres Kindes gestrichen werden.

Wird eine Allergie oder Unverträglichkeit diagnostiziert, muss das auslösende Lebensmittel vollständig gemieden werden. Dennoch sollte die Ernährung ausgewogen und vielfältig bleiben.

Eine Ernährungsfachkraft kann Sie optimal bei der Zusammenstellung eines adaptierten Speiseplans unterstützen.

 

zum Weiterlesen:

Küchenhygiene: eine saubere Küche

 

 

 

Wichtiger Hinweis:

Stillen – Dialog zwischen Mutter und Kind

Stillen ist die beste Möglichkeit, Ihr Baby von Anfang an optimal zu versorgen. Muttermilch enthält alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe, Proteine, Fette, Milchzucker und Spurenelemente und passt sich stets den Bedürfnissen Ihres Babys an. Mit Muttermilch wird nicht nur der Energiebedarf gedeckt, sondern sie schützt zudem vor Allergien und Infekten. Somit ist Muttermilch mit ihrem idealen Nährstoffmix die natürlichste und nachhaltigste sowie preiswerteste Ernährungsform.

Stillen ist zudem für die Bindung zwischen Mutter und Kind wichtig. Die gemeinsame Kuschelzeit stillt die Bedürfnisse nach Nähe und Geborgenheit, Hautkontakt und Wärme.

Eine ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit begünstigt das Stillen. Während der Schwangerschaft bereitet sich die Brust vollkommen natürlich auf das Stillen Ihres Kindes vor. Frühes und häufiges Anlegen unterstützt den Milchfluss. Bei Problemen mit dem Stillen wenden Sie sich an Ihre Hebamme, Ihre Stillberaterin oder Ihren Kinderarzt.

Die Verwendung von Säuglingsanfangsnahrung kann den Erfolg des Stillens beeinflussen. Die Entscheidung, nicht zu stillen, kann nur schwer rückgängig gemacht werden. Sprechen Sie deshalb mit Ihrer Stillberaterin, Hebamme oder Ihrem Kinderarzt, wenn Sie Ihrem Kind Säuglingsnahrung geben möchten. Eine unsachgemäße Zubereitung von Säuglingsanfangsnahrung kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen. Bitte beachten Sie deshalb sorgfältig die Hinweise und Zubereitungsanleitungen auf den Verpackungen.

Falls Sie weitere Informationen zum Thema Stillen oder unserem Milchnahrungssortiment suchen, finden Sie diese in der Zurück zum Ursprung Babywelt.

Wichtiger Hinweis:

Stillen – Dialog zwischen Mutter und Kind

Stillen ist die beste Möglichkeit, Ihr Baby von Anfang an optimal zu versorgen. Muttermilch enthält alle wichtigen Nährstoffe und passt sich stets den Bedürfnissen Ihres Babys an.Muttermilch schützt zudem vor Allergien und Infekten, fördert die Mutter-Kind-Beziehung, ist immer verfügbar, hygienisch einwandfrei und die preisgünstigste Ernährungsform.

Bedenken Sie, dass die Entscheidung nicht zu stillen nur schwer rückgängig gemacht werden kann und die Verwendung von Säuglingsnahrung den Erfolg des Stillens beeinflusst. Beachten Sie die Hinweise zu Zubereitung und Lagerung auf der Verpackung, eine unsachgemäße Verwendung kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.