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Tierschutz und Tierhaltung

TIERSCHUTZ UND TIERHALTUNG

Hochwertige Lebensmittel können nur von gesunden und artgerecht gehaltenen Tieren stammen. Daher bedeutet Tierschutz bei Zurück zum Ursprung, für das Wohlergehen und die Gesundheit der Tiere zu sorgen und ihr natürliches Verhalten zu fördern.

Daher definiert der Prüf Nach! Bio-Standard Anforderungen zur Sicherstellung des Tierschutzes, die vor allem im Bereich der Weidehaltung und der Futtermittel neue Wege beschreitet. So sind in der Milchwirtschaft jährlich 180 Auslauftage und davon mindestens 120 Weidetage zu gewährleisten.

Artgerechte Tierhaltung
Der Prüf Nach! Bio-Standard definiert ein Umfeld, das den Tieren ein möglichst artspezifisches Leben ermöglicht. Zur Beurteilung der Tiergerechtheit wird der Tiergerechtheitsindex (TGI) 35 L nach H. Bartussek herangezogen. Hierbei handelt es sich um ein anerkanntes objektives Messinstrument zur Beurteilung der Tiergerechtheit von Tierhaltungen in der landwirtschaftlichen Praxis. Der TGI beurteilt folgende fünf Einflussbereiche:

o Bewegungsmöglichkeit
o Bodenbeschaffenheit
o Luft, Licht und Lärm
o Sozialkontakte
o Betreuungsintensität

Fütterung
Neben der Tierhaltung übt auch die Fütterung einen großen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere aus. Daher definiert der Prüf Nach! Bio-Standard eigene Anforderungen, welche Futtermittel zum Einsatz kommen, wie Futterrationen zusammenzustellen sind beziehungsweise wie die Futtermittel selbst hergestellt und verabreicht werden. Extraktionsschrote kommen nicht zum Einsatz. Generell wird darauf geachtet, die Fütterung so zu gestalten, dass sie der jeweiligen Tierart gerecht wird.

Gentechnik ist ausnahmslos verboten – auch hier gilt die quantitative Nachweisgrenze von 0,1%. Weiters gilt das Verbot von Soja und Sojaprodukten im gesamten Futtermittelbereich von Wiederkäuern.

Tiergesundheit
Zurück zum Ursprung ist der Überzeugung, dass artgerechte Tierhaltung und Fütterung die Grundvoraussetzung dafür sind, dass ein Tier gesund aufwachsen und leben kann. Zusätzlich ist es notwendig, die Tiere durch Fachkräfte regelmäßig untersuchen zu lassen. Daher wird bei der jährlichen Bestandeserhebung durch ausgebildete Tierärzte der Gesundheitszustand der Herde regelmäßig beurteilt und die Tierhalter in Fragen zu Haltung, Fütterung und Präventivmaßnahmen betreut.

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