Wie und von wem wird der Wasser-Fussabdruck berechnet?

Der Wasser-Fußabdruck wird von dem unabhängigen Forschungsinstitut FiBL berechnet. Es ist im deutschsprachigen Raum in Forschung, Entwicklung und Beratung für den biologischen Landbau tätig und dies bereits seit dem Jahr 1973. Es zählt zu den weltweit führenden und renommiertesten Forschungseinrichtungen für biologische Landwirtschaft.

Für sämtliche Zurück zum Ursprung Produkte wird der Wasserverbrauch entlang der gesamten Produktionsphase (Vorleistungen bis hin zum Supermarktregal) erfasst. Den größten Teil des Wasserverbrauchs macht die Landwirtschaft aus.
Erstmals werden aber auch die Herstellung von Mineraldüngern und Pflanzenschutzmitteln, sowie relevante Emissionen von Transporten und zugekauften Futtermitteln einbezogen. Denn die Tropenwaldrodung, die für den Futtermittelanbau passiert, greift massiv in den natürlichen und lebensnotwendigen Wasserkreislauf ein.

Virtuelles Wasser

Die FiBL-Wasserbilanzierungsmethode basiert v.a. auf Arbeiten zu „Water Footprints“ von Chapagain & Hoekstra (2003, 2006) sowie Hoekstra et al. (2009) aus den Niederlanden (Uni Enschede und UNESCO - Institut for Water Education).
Gemäß international renommierter Literatur definiert auch der Wasser-Fußabdruck von FiBL drei Arten von Wasser:

  • "Blaues Wasser" ist Oberflächen- und Grundwasser, das in der Produktion direkt eingesetzt wird. Dazu gehören Bewässerungswasser, das Wasser für die Tränken der Tiere, der Wasserverbrauch der Molkerei, das Wasser zur Reinigung von Anlagen oder das Kühlungswasser bei Mineraldüngerherstellung.
  • "Grünes Wasser" ist Wasser, das die Pflanzen während der gesamten Wachstumszeit verdunsten und über Niederschläge bereitgestellt wird. Grünes Wasser wird auf landwirtschaftlichen Nutzflächen wie Wiesen und Äckern benötigt. Verdunstungswasser steht nach einer Verdunstung nicht mehr zur Verfügung – weder den Pflanzen noch zur Neutralisierung von Schadstoffen; es gelangt auch in kein Fließwassersystem oder keinen Brunnen und muss daher in einer Bilanz berücksichtigt werden.
  • "Graues Wasser" bezeichnet jene Wassermenge, die nötig ist, um Schadstoffe wie erhöhte Nitrat-, Phosphor- und Pestizideinträge in Fließ- und Grundwasser unter die Grenzwerte für die Trinkwasserqualität zu bringen. Dazu gehören belastetes Wasser aus der Landwirtschaft oder Abwässer, die nicht in Kläranlagen gereinigt werden.

Auf sämtlichen Verpackungen der Zurück zum Ursprung Bio-Produkte finden Sie klar ersichtlich, wie viel Wasser das Produkt im Vergleich zu herkömmlichen Produkten einspart.

  • Milchprodukte: 12 - 23 % weniger Wasserverbrauch/kg Milch
  • Brot und Gebäck: 13 - 24 % weniger Wasserverbrauch/kg Brot
  • Gemüse: 13 - 48 % weniger Wasserverbrauch/kg Frischgemüse
  • Hühnerfleisch und Eier: 10 - 16% weniger Wasserverbrauch/kg Fleisch/Eier

Wodurch entstehen die Einsparungen?

Weitere Infos